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Niedersachsen Röttgen-Mitarbeiter kritisiert Zeitverzögerung bei Sicherung der Asse
Nachrichten Politik Niedersachsen Röttgen-Mitarbeiter kritisiert Zeitverzögerung bei Sicherung der Asse
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14:19 17.06.2010
Quelle: Karin Blüher (Archiv)
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Der Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, Gerald Hennenhöfer, hat Zeitverzögerungen bei der Sicherung des maroden Atommülllagers Asse kritisiert. 1995 habe sein Ministerium ein Schließungskonzept für die Schachtanlage und die sofortige Verfüllung eines Teils der Grube verlangt, sagte er am Donnerstag als Zeuge im Asse-Untersuchungsausschuss des Landtags in Hannover. Das sei aber nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerium nicht weiterverfolgt worden. „Es sind mindestens zehn Jahre des Nichtstuns verloren gegangen“, sagte Hennenhöfer.

In den 90er Jahren war er Leiter der Abteilung für Reaktorsicherheit im CDU-geführten Bundesumweltministerium. 1998 nach dem Regierungswechsel zu Rot-Grün schied er aus und ging als Manager zum Stromversorger Eon. 2009 wurde er unter Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) aber erneut zum Abteilungsleiter im Ministerium ernannt.

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Verantwortlich für die Asse war damals aber nicht das Bundesumweltministerium, sondern das Bundesforschungsministerium. Die Aufsicht hatte das niedersächsische Landesumweltministerium, das in den 90er Jahren bis 2003 SPD-geführt war.

Inzwischen hat das Bundesamt für Strahlenschutz ein Schließungskonzept für das einsturzgefährdete Atomlager entwickelt.

dpa

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