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Niedersachsen SPD will Heilpädagogen an die Schulen schicken
Nachrichten Politik Niedersachsen SPD will Heilpädagogen an die Schulen schicken
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09:48 01.06.2017
Von Michael B. Berger
Um die Inklusion in Niedersachsen zu unterstützen, will die SPD 650 Fachkräfte einstellen, die aus den Bereichen Heilpädagogik, Logopädie oder aus dem Erziehungsbereich kommen sollen.
Um die Inklusion in Niedersachsen zu unterstützen, will die SPD 650 Fachkräfte einstellen, die aus den Bereichen Heilpädagogik, Logopädie oder aus dem Erziehungsbereich kommen sollen. Quelle: dpa/Symbolbild
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Wilhelmshaven

Zusätzlich sollen noch 150 Stellen geschaffen werden, die für die Sprachförderung von Schülern sorgen sollen. Das gab die SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Johanne Modder zum Abschluss einer zweitägigen Klausur ihrer Fraktion in Wilhelmshaven bekannt. Modder sagte, sie wisse um die Klagen aus Schulen, die sich mit der Inklusion überfordert fühlen. "Uns ist das Thema so wichtig, dass wir handeln müssen." Finanziert werden soll das Vorhaben aus dem Etat des Kultusministeriums, das viele Lehrerstellen angesichts des Lehrermangels nicht besetzen kann. Man ziele auf Fachkräfte ab, die aus den Bereichen Heilpädagogik, Logopädie oder aus dem Erziehungsbereich kämen.

"Es ist unverantworlich, dass der ehemalige Kultusminister und CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann erklärt hat, er wolle die Inklusion für ein Jahr auszusetzen. Das ist der völlig falsche Weg", sagte Modder Sie warne davor, dieses Thema "auf dem Rücken der Kinder auszutragen". Das sei mit der SPD nicht zu machen, Aufstocken um 150 Stellen will die SPD-Landtagsfraktion auch die Sprachförderung an den Schulen mit zusätzlichen Sprachlehrkräften. "Der Bedarf ist in diesem Bereich sehr hoch, da bleiben wir am Ball", sagte der Landtagsabgeordnete Uwe Santjer, stellvertretender schulpolitischer Sprecher.

31.05.2017
Heiko Randermann 31.05.2017