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Niedersachsen Schünemann: Nichtorganisierte Muslime einbeziehen
Nachrichten Politik Niedersachsen Schünemann: Nichtorganisierte Muslime einbeziehen
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15:31 03.06.2010
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) Quelle: Rainer Dröse (Archiv)
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Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will bei der Integrations-Debatte auch nichtorganisierte Muslime verstärkt ansprechen. Rund 80 Prozent der Gläubigen seien keinem Verband angeschlossen, sagte Schünemann am Donnerstag bei einem Symposium des Verfassungsschutzes in Hannover. Diese Muslime gelte es, stärker mit einzubeziehen - beispielsweise über Schulen mit Islamunterricht. „Die Eltern interessieren sich oft sehr dafür, was ihre Kinder lernen und engagieren sich dadurch auch verstärkt im Elternrat.“

Die Integration der in Deutschland lebenden Muslime sei entscheidend für die Stabilität des Gemeinwesens, sagte Schünemann. „Indem wir die Religion der Muslime nicht unter Generalverdacht stellen, beugen wir einer Situation der Ghettoisierung vor und verhindern die Entstehung von Parallelgesellschaften.“

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Schünemann betonte, wie wichtig es sei, die Mehrheit der Muslime nicht mit islamistischen Extremisten in Verbindung zu bringen - auch vor dem Hintergrund, dass es rechtsextremistische Gruppen gebe, die ein Feindbild des Islam schürten und unterschiedslos gegen Muslime hetzten. Er forderte stattdessen eine offensive politische Auseinandersetzung mit allen Formen des gewaltorientierten und extremistischen Islamismus.

Zu dem Extremismus-Symposium mit dem Thema „Islamismus - Herausforderung für die Demokratie“ hatte der Verfassungsschutz eingeladen. Rund 300 Gäste nahmen an der Veranstaltung am Donnerstag teil.

dpa

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