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Niedersachsen Schünemann begrüßt HDJ-Verbot
Nachrichten Politik Niedersachsen Schünemann begrüßt HDJ-Verbot
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11:02 31.03.2009
Uwe Schünemann Quelle: Nigel Treblin/ddp
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Er sei „froh, dass die Beweislage ausreichend ist, um diese rechtsextremistische Organisation mit klaren Bezügen zur NPD und zu neonazistischen Kameradschaften zu verbieten“, sagte Schünemann am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp in Hannover. Unter anderem auch aus Niedersachsen übermittelte Kenntnisse hätten zu dem Verbot der HDJ geführt.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte das Verbot des Vereins am Dienstagmorgen verfügt. Der bundesweit organisierte Jugendverband verbreite rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut, sagte er zur Begründung. Im Anschluss an die Verfügung begannen in mehreren Bundesländern Wohnungsdurchsuchungen bei HDJ-Funktionären. In Niedersachsen wurden laut Landesinnenministerium Objekte in Georgsmarienhütte, Lüneburg und Bad Salzdetfurth untersucht.

Die HDJ wurde 1990 gegründet und gilt als besonders radikal innerhalb der Neonazi-Szene. Laut Verfassungsschutz gehörten der Organisation mehrere Hundert Mitglieder an, von denen einige mit militanten Kameradschaften der rechtsextremen NPD verbunden sind.

ddp