Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Siemens-Chef Löscher soll vor Asse-Untersuchungsausschuss
Nachrichten Politik Niedersachsen Siemens-Chef Löscher soll vor Asse-Untersuchungsausschuss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 05.08.2009
Siemens-Chef Peter Löscher soll vor den Untersuchungsausschuss zum Atommülllager Asse. Quelle: Nigel Treblin/ddp
Anzeige

„Wir werden am Donnerstag beantragen, Herrn Löscher zu vernehmen“, erklärte der Obmann der Sozialdemokraten im Ausschuss, Detlef Tanke, am Mittwoch in Hannover. Löschers Anhörung verspreche die „schnellstmögliche Aufklärung darüber, ob die Siemens AG Ende der 60er Jahre tatsächlich hoch radioaktiven Atommüll in der Asse eingelagert hat“.

Das ARD-Magazin „Monitor“ hatte Ende Juli über eine Zusage des Bundesforschungsministeriums aus dem Jahr 1966 an die Siemens AG zur Einlagerung von bis zu 25 Fässern mit radioaktivem Abfall berichtet. Dabei berief sich die Redaktion auf einen Schriftwechsel, der in Kopien auch der Nachrichtenagentur ddp vorliegt. Siemens erklärte dazu, die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für die damaligen Akten sei Ende der 90er Jahre abgelaufen. Das Unternehmen konnte deshalb nicht mehr sagen, ob tatsächlich Fässer mit hoch aktivem Müll in die Asse gebracht wurden.

Anzeige

Der Asse-Untersuchungsausschuss kommt am Donnerstag in Hannover zur ersten Vernehmung von Zeugen zusammen. Geladen sind Verantwortliche des ehemaligen Betreibers Helmholtz-Zentrum München und des Oberbergamts.

ddp