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Niedersachsen So reagiert Boris Pistorius auf die verpasste Wahl an die SPD-Spitze
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So reagiert Boris Pistorius auf die verpasste Wahl an die SPD-Spitze

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17:48 27.10.2019
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sieht nach der verpassten Wahl an die SPD-Spitze für sich keinen politischen Schaden. „Ich gehe mit viel Herzblut und Engagement in so etwas rein. Wir wussten aber, dass wir nicht zum engeren Favoritenkreis gehören würden. Mit dem Ergebnis können wir leben“, sagte Pistorius am Sonntag. Es liege alles dicht beieinander. „Aber natürlich hätten wir uns mehr gewünscht. Knapp daneben ist aber auch dabei.“

Das Duo Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping hatten in der Mitgliederbefragung 14,61 Prozent der Stimmen erreicht. Nach den am Samstag vorgestellten Ergebnissen landeten die beiden auf dem fünften und vorletzten Platz. Nach 23 Regionalkonferenzen, auf denen sich die Kandidaten vorgestellt hatten, will sich Pistorius nun wieder voll auf seine Arbeit als Innenminister konzentrieren. Es gebe in Niedersachsen viel zu tun.

Zwei Duos gehen in die Stichwahl

Für die Stichwahl im November qualifizierten sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz sowie Nordrhein-Westfalens früherer Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken.

Weil: Niedersachsen-SPD gibt kein Empfehlung ab

Die niedersächsische SPD pocht nach dem Ausscheiden ihrer Kandidaten auf einen fairen Umgang bei der Stichwahl. Die jetzt anstehende Entscheidung berge erkennbar das Risiko einer Zuspitzung der innerparteilichen Diskussion, erklärte der Landesverband am Sonntag. SPD-Landeschef Stephan Weil betonte, dass Niedersachsen keine konkrete Empfehlung aussprechen werde. Darauf hätten sich der Landesverband und die vier Bezirke in einer Telefonkonferenz verständigt. „Das ist jetzt ganz und gar Sache der Mitglieder“, sagte der Ministerpräsident. Auch Pistorius warnte vor einer Polarisierung und forderte, die große Koalition nicht in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen.

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Von Marco Seng

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