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Niedersachsen Staatsanwaltschaft untersucht Tod des 36-jährigen Häftlings
Nachrichten Politik Niedersachsen Staatsanwaltschaft untersucht Tod des 36-jährigen Häftlings
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17:17 09.08.2010
Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann zu Besuch in der JVA Hannover Ende 2009.
Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann zu Besuch in der JVA Hannover Ende 2009. Quelle: Christian Behrens
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Der 36-Jährige hatte sich am 1. Juli in seiner Zelle erhängt. Sein Anwalt verlangt nun eine Aufklärung der Todesumstände.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen untersuche den Todesfall routinemäßig, sagte Sprecher Andreas Buick. Bisher gebe es keinen Hinweis darauf, dass das Wachpersonal für den Tod des Mannes mitverantwortlich gewesen sein könnte. Dessen Verteidiger wirft dem Wachpersonal dagegen vor, seinen Mandanten schikaniert zu haben. Zuvor hatte der Häftling in einem Prozess wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte ausgesagt, er sei in einer Einzelzelle von drei vermummten Beamten verprügelt worden.

Die Linke im Landtag fordert von Busemann einen umfassenden Bericht in der nächsten Sitzung des Unterausschusses „Justizvollzug und Straffälligenhilfe“. „Insbesondere ist die Frage zu klären, ob es zu tätlichen Übergriffen durch Vollzugsbeamte auf den 36-jährigen Häftling gekommen ist“, erklärte Pia Zimmermann. Auch müsse geklärt werden, „ob sich der Vorwurf bestätigt, dass ihm ärztliche Hilfe verwehrt worden ist“. Sollte sich das bestätigen, müsse es personelle Konsequenzen in der Haftanstalt geben.

dpa