Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Syrer erhalten die 14 000 DM
Nachrichten Politik Niedersachsen Syrer erhalten die 14 000 DM
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 13.02.2019
Darf das Geld behalten: Die syrisch-kurdische Familie um Muhammed Hajji. Quelle: Peter Drews
Hannover

Glückliches Ende einer mehrjährigen juristischen Prüfung. Die Stadt Holzminden bestätigte am Mittwoch, dass eine syrisch-kurdische Familie um Muhammed Hajji jene 14 000 Deutsche Mark zurückbekommt, die Hajjis Mutter in gebraucht gekauftem Bettzeug entdeckt hatte. „Das Geld wird bald an die Familie zurückgegeben“, sagte Holzmindens Rechtsdezernentin Christina Augustin.

Schwierige Prüfung

Die juristische Prüfung, wie der Geldfund zu bewerten sei hatte mehr als 14 Monate in Anspruch genommen. Eine Fundsache sei der Geldfund nicht gewesen, der sich in der Bettwäsche fand, die Hajjis Mutter bei der Holzmindener Tafel für zwei Euro erworben hatte. Deshalb hatte auch die Tafel Rechte an den vierzehn 1000-Mark-Scheinen angemeldet, die sich in einem Briefumschlag fanden. „Das war ein schwieriger Fall, nicht einfach zu klären“, sagt Augustin. Deshalb habe es so lange gedauert – zu lange, findet der Holzmindener Landtagsabgeordnete Christian Meyer (Grüne). „Eine überfällige, aber richtige Entscheidung“, sagt Meyer – auch weil sich die Flüchtlinge richtig verhalten hätten und die Fundsache, die keine ist, bei der Polizei abgaben. „Aber so etwas muss man schneller entscheiden“, findet Meyer.

Von Michael B. Berger

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es geht um Computer und schnelle Internetanschlüsse für Schulen, aber auch um Medienbildung im Unterricht. Die Bundesregierung will dafür viel Geld locker machen – doch zunächst gab es mächtig Streit mit den Bundesländern. Nun scheint man sich doch einig zu werden.

16.02.2019

Die niedersächsischen Unternehmen müssten ihre Produktionsketten überprüfen, sagt die Europaministerin bei ihrem London-Besuch. Vor allem Autoindustrie und Landwirtschaft könnten betroffen sein.

13.02.2019

Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé hört in Großbritannien, dass ein harter Brexit immer wahrscheinlicher wird – mit katastrophalen Folgen. Politik und Wirtschaft sind kaum vorbereitet.

15.02.2019