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Niedersachsen Starkes Interesse an Briefwahl
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13:17 05.09.2011
Am 11. September werden in Niedersachsen die Kommunalparlamente neu gewählt. Quelle: dpa
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Hannover

Ein Sprecher der Stadt Hannover sagte am Montag bei einer Umfrage, dass bis Freitagabend 29.000 Bürger die Briefwahl beantragt hätten - zum entsprechenden Vergleichszeitpunkt vor fünf Jahren seien es 18.800 Wahlberechtigte gewesen.

„Welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, kann man noch nicht sagen“, sagte er. Ob sich eine Wahlwerbungskampagne der Stadt bemerkbar mache, lasse sich erst nach der Wahl feststellen.

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In Braunschweig machten nach Angaben der Stadt bis Freitag ebenso viele Menschen von der Briefwahl Gebrauch wie bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren, sagte ein Sprecher der Stadt. 2006 hatten 20 884 Bürger Briefwahl beantragt.

Das Wahlamt in Osnabrück meldete ein größeres Interesse an der Briefwahl als vor fünf Jahren. Freitagmittag habe die Zahl der Anträge bei 7900 gelegen, 2006 seien es 7618 gewesen, sagte ein Mitarbeiter.

In Salzgitter sei die Nachfrage nach der Briefwahl im normalen Rahmen, teilte die Stadt mit. Derzeit gebe es rund 4350 Briefwähler. In Wolfsburg hatten bis zum 31. August 6755 Menschen Briefwahl beantragt, 2006 seien es 6130 gewesen. In Hildesheim waren es am Montag 6070 bei 82.210 Wahlberechtigten. Vor fünf Jahren waren es insgesamt 6296 Briefwähler.

Die stellvertretende Wahlleiterin der Stadt Oldenburg, Angela Pauka, kann keinen direkten Vergleich der Briefwahlbeteiligung zur Wahl vor fünf Jahren ziehen. Bisher seien rund 7500 Anträge eingegangen. 2006 seien es kurz vor der Wahl etwa 8000 gewesen. „Es gibt also eine leichte Tendenz zum Positiven“, sagte Pauka. In Lingen hatten vor fünf Jahren 2961 Menschen Briefwahl beantragt. Bis Freitag lagen in der Stadtverwaltung der Emsstadt 2218 Anträge vor, sagte Stadtsprecherin Nina Kleene.

In Lüneburg kamen bis zu diesem Montagmorgen 4720 Wahlberechtigte, an die Briefwahlunterlagen ausgegeben wurden. Bei der Kommunalwahl 2006 waren es insgesamt annähernd 5000 Wahlberechtigte, sagte Stadtsprecherin Suzanne Moenck.

Wie die Stadt Hannover gibt es auch in der Stadt und in Region Lüneburg eine Wahlkampagne. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kirche, Kultur und Gesellschaft haben sich zusammengetan und werben via Anzeige und Bannern darum, das Wahlrecht auch zu nutzen. Banner mit dem Spruch „Mach dein Kreuz“ hängen in Stadt und Landkreis in der Nähe weiterführender Schulen und an Orten, wo viel Publikum vorbeikommt.

dpa/kas

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