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Niedersachsen Stefan Körner wird neuer Landeschef
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18:20 22.02.2015
Stefan Körner betonte in seiner Antrittsrede vor allem die Bedeutung der erneuerbaren Energien im Kampf gegen den Klimawandel. Quelle: dpa
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Hannover

Auf ihrem zweitägigen Landesparteitag in Stade haben die niedersächsischen Grünen Stefan Körner zum neuen Landeschef in der Doppelspitze gewählt. Am Samstag wurde der aus Hannover stammende 38-Jährige mit 119 Ja-Stimmen (bei 46 Enthaltungen) von den 165 Delegierten in die Spitzenposition gewählt. Er war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Landeschef Jan Haude, der nach vierjähriger Amtszeit nicht mehr antreten wollte und mit tosendem Applaus von den 157 Delegierten verabschiedet wurde. Seine bisherige Co-Vorsitzende Meta Janssen-Kucz wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Sie war im Mai 2014 in das Amt gewählt worden.

Der scheidende Landeschef Haude hatte den Parteitag mit einer positiven Bilanz der zweijährigen rot-grünen Landespolitik eröffnet. Unter Hinweis auf die positiven Akzente etwa in der Bildungs- und Agrarpolitik erklärte er: „Wir haben allen Grund, um mit Stolz auf die erste Phase der Legislaturperiode zurückzublicken.“ Eine Koalition lebe aber auch von Kompromissen. „Am Ziel sind wir noch lange nicht“, sagte er mit Blick auf die Umsetzung grüner Politik.

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Sein Nachfolger Stefan Körner betonte in seiner Antrittsrede vor allem die Bedeutung der erneuerbaren Energien im Kampf gegen den Klimawandel. Die Grünen müssten vermitteln zwischen Naturschutz und Energiewende, die auch eine Frage der Vernunft sei.

Mehr Demokratie an Hochschulen

„Die Bundesregierung versemmelt zur Zeit die Energiewende in der Umsetzung“, kritisierte Körner, der nach dem Abbruch seines sozialwissenschaftlichen Studiums zunächst im kaufmännischen Bereich Erfahrung sammelte. Auch bei der Agrarwende gelte es, so Körner, Akzente zu setzen: „Wir brauchen die Bauern auch als Partner der Agrarwende.“ 2016 stehe die Kommunalwahl an. Die Grünen müssten im Vorfeld ihre Vorstellungen auch im ländlichen Raum besser präsentieren, damit sie dort nicht als Bedrohung wahrgenommen werden.

Am zweiten Tag der Landesdelegiertenkonferenz lag der Schwerpunkt auf dem Klimaschutz und der Hochschulpolitik. Mit dem Beschluss „Mehr Demokratie an den Hochschulen“ sprachen sich die Delegierten sprachen sich die Delegierten dafür aus, direkt gewählte Hochschulgremien zu stärken und die Mitbestimmung der Studenten auszubauen.

dpa

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