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Niedersachsen Studiengebühren fließen laut Ministerium vor allem in Personal
Nachrichten Politik Niedersachsen Studiengebühren fließen laut Ministerium vor allem in Personal
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07:58 05.03.2011
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Das niedersächsische Wissenschaftsministerium will an den Studiengebühren festhalten und sieht darin sogar einen Wettbewerbsvorteil. Deutlich mehr als die Hälfte der Gelder hätten die Hochschulen in diesem Wintersemester für zusätzliches Personal verwendet, sagte Ministeriumssprecher Rüdiger Fischer der Deutschen Presse-Agentur. „Dadurch erfahren die Studierenden in Niedersachsen eine noch bessere Betreuung.“ 2009 nahmen die Hochschulen landesweit 95,5 Millionen Euro an Studienbeiträgen ein, für 2010 erwartet das Ministerium einen Anstieg wegen steigender Studentenzahlen. In Niedersachsen müssen Studierende 500 Euro pro Semester zahlen.

Die Opposition im Landtag kritisierte dagegen, dass die Gebührenerlöse nicht in die Verbesserung der Lehre investiert würden. Stattdessen flössen die Einnahmen bevorzugt in Verwaltungsstellen, Bauprojekte und Rücklagen. Niedersachsen ist mittlerweile von Ländern ohne Studiengebühren umzingelt. Nur noch in Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg werden die Beiträge erhoben. Nach ihrem Wahlsieg in Hamburg will die SPD dort die Studiengebühren ebenfalls abschaffen.

dpa