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Niedersachsen Weil fordert Machtwort von Merkel zu Südlink
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11:56 10.02.2015
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: dpa
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Hannover

"Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung und die Kanzlerin sehr klar sagen, wo es lang gehen soll", sagte der SPD-Politiker. Anlass für den Ärger Stephan Weils ist das Verhalten des bayerischen Regierungschefs Horst Seehofer (CSU) bei dem Thema. Dies sei sowohl für das Unternehmen Tennet "unzumutbar", das für den Bau verantwortlich sei, als auch für die Menschen entlang der Trassenkorridore. Bayern habe kein Veto-Recht bei dem Thema und dürfe die Südlink-Trasse nicht generell infrage stellen.

Weil hoffe, dass eine Positionierung der CDU-Chefin auch die bayerische Schwesterpartei zur Vernunft bringen könne. "Es geht hier um sehr viel", betonte Weil. Deshalb dürfe es nicht sein, dass sich Seehofer nicht mehr klar zur Notwendigkeit von Südlink bekenne, obwohl er bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin noch dafür gestimmt habe. Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg hatte Seehofer erklärt: "Es wird auch nicht jede Stromtrasse so wie ursprünglich vorgesehen stattfinden, das kann ich auch für Bayern sagen. Das haben wir auch unserer Bevölkerung versprochen."

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