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Niedersachsen Weil: „Entscheidung in Absprache mit mir“
Nachrichten Politik Niedersachsen Weil: „Entscheidung in Absprache mit mir“
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06:16 26.09.2012
Von Hendrik Brandt
Stephan Weil ist Spitzenkandidat der SPD in Niedersachsen. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Herr Weil, die SPD kommt unter Druck, weil nicht feststeht, welchen Kandidaten sie im Herbst 2013 gegen Angela Merkel ins Rennen schicken will. Jetzt verlangt sogar schon Frau Schröder-Köpf, die Kandidaten-Entscheidung müsse schnell fallen, weil der Wahlkampf in Niedersachsen sonst schwieriger werde. Hat sie recht?

Doris Schröder-Köpf hat recht mit dem Hinweis, dass sich viele SPD-Mitglieder eine zügige Kandidaten-Entscheidung wünschen. Diese Beobachtung machen derzeit wohl alle Wahlkämpfer in der niedersächsischen SPD.

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Ist es im Wahlkampf denn tatsächlich schwerer für Sie, weil der Berliner Spitzenkandidat nicht feststeht?

Nein, derzeit nicht. Wir sind ja auch noch nicht in einer heißen Phase.

Es eilt also nicht mit einer Entscheidung der Bundespartei?

Diese Entscheidung wird beizeiten fallen, da bin ich mir sicher. Ich stehe in engem Kontakt mit der SPD-Spitze, und die Entscheidung wird in Absprache mit mir getroffen werden.

Wird nun vor der Landtagswahl im Januar ein Kandidat ausgerufen oder nicht?

Das wird zum richtigen Zeitpunkt geschehen, auch aus niedersächsischer Sicht.

Vor der Wahl wäre hilfreich?

Schlimm wäre es nicht.

Haben Sie einen Personalvorschlag?

Ja, aber den nenne ich nicht öffentlich.

Kann es am Ende auf den 65-jährigen Peer Steinbrück zulaufen, weil die beiden anderen Anwärter sehen, dass man Angela Merkel jetzt kaum schlagen kann und sich mehr für die nächste Runde ausrechnen?

Nach einer gewonnenen Niedersachsen-Wahl bestehen gute Aussichten für die SPD, auch nach der Bundestagswahl eine Regierung zu bilden. Andere Fragen stellen sich dann nicht.

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