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Niedersachsen Wulff gerät wegen Luxusfluges unter Druck
Nachrichten Politik Niedersachsen Wulff gerät wegen Luxusfluges unter Druck
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15:39 17.01.2010
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff Quelle: lni

Die SPD-Fraktion werde Wulff die Möglichkeit geben, in dieser Woche vor dem Landtag für Klarheit zu sorgen, sagte SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner. Wulff war nach einem „Spiegel“-Bericht kostengünstig per Upgrade in der Businessklasse geflogen. Nach Angaben seines Sprechers hat er die Preisdifferenz inzwischen nachgezahlt.

Es sei zumindest „merkwürdig“, dass der Ministerpräsident die ihm von Air Berlin vor mehr als drei Wochen geschenkte Vergünstigung erst jetzt zurückzahle, nachdem der Vorgang öffentlich geworden sei, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Stefan Wenzel. „An einer vollständigen Aufklärung führt kein Weg vorbei.“ Für Jüttner wirft ein Preisnachlass von mehreren tausend Euro für eine Urlaubsreise „ein fahles Licht auf den Ministerpräsidenten“. Er forderte Wulff auf, die Unterlagen über „seinen Luxusflug nach Florida“ offen zu legen. „Sonst lässt sich der Verdacht der Vorteilsnahme im Amt nicht ausräumen.“

Wulff hatte nach Angaben seines Sprechers im Mai 2009 bei Air Berlin für seinen Weihnachtsurlaub günstige Economy-Flüge nach Miami gebucht. Die Fluggesellschaft brachte die Familie dann in der Businessklasse unter. Wulff habe erst wenige Tage vor dem Abflug am 20. Dezember von der Vorzugsbehandlung erfahren, die dann nicht mehr zu ändern gewesen sei, sagte Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker am Samstag und betonte zugleich: „Die Sache ist erledigt.“

lni

Die niedersächsische Landeschefin der Grünen, Dorothea Steiner, hat Innenminister Uwe Schünemann (CDU) vorgeworfen, er schüre grundlos Ängste vor Linksextremisten. Schünemann hatte gesagt, er befürchte eine Zunahme der Gewalt von Linksautonomen.

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Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat für einen Flug in die USA nur Economy bezahlt und flog dann Business Class - er zahlte die Differenz nach.

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Der Chef der Entsorgungskommission (ESK), Michael Sailer, betrachtet die geplante Räumung des Atomlagers Asse mit Skepsis. Es sei bislang unklar, „wie lange eine Rückholung der Fässer aus dem Bergwerk tatsächlich dauern würde“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“.

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