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Podcast-Glosse: Aus meinem Papierkorb Wenn Marietta sich in den Siggi verbeißt
Nachrichten Politik Podcast-Glosse: Aus meinem Papierkorb Wenn Marietta sich in den Siggi verbeißt
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00:15 03.12.2013
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..., der anfangs heftig kritisierte „Veggie-Day“ der Grünen erscheine plötzlich in einem positiven Licht.

Wo wir gerade beim Positiven sind. Endlich hat auch der vielfach gescholtene ländliche Raum Anschluss an das Leben in den großen Städten gefunden. „Auch ländlicher Raum ist keine risikofreie Zone“, vermeldet Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. Sie berichtet, dass auch die Landflucht keinen Schutz vor Aids biete und dass das Virus keine Altersgrenzen kenne. So schätzten „vor allem junge Männer und Männer in ländlichen Regionen“ das Infektionsrisiko falsch ein, weil sie Aids „vor allem mit älteren MSM“ in Verbindung brächten. MSM? Ist im NMSFFGuI (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration) die Abkürzung für „Männer, die Sex mit Männern haben“.

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Und richtig lustig wird’s und durcheinander geht’s, wenn MSMs sich zu viele SMSse schicken oder über Onlineportale in Kontakt kommen. „Nicht immer wird dabei an einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten gedacht“, mahnt das NMSFFGuI völlig zu Recht und weist auf ein aktuelles Präventionsprojekt hin, das auf den schönen Namen „SVeN“ hört: „Schwule Vielfalt erregt Niedersachsen“. In der Tat.

Wie jetzt von Sven auf Siggi kommen? Hat sich ganz schön aufgeregt, unser Siggi Gabriel aus Goslar, als er im „heute journal“ mit Marietta Slomka aneinandergeriet, der schönen Blonden mit dem Husky-Blick, wie eine Kollegin titelte. „Es ist nicht das erste Mal, dass Sie im Interview mit Sozialdemokraten nichts anderes versuchen, als uns das Wort im Munde umzudrehen“, knurrte Gabriel, während Husky Slomka sich genüsslich im SPD-Vorsitzenden verbiss. Diesmal kein Kannibalismus, sondern Fernsehen vom Feinsten.

Ach ja, im traurigen Monat November war’s, die Tage wurden trüber, da kam der Minister der Verteidigung mit einer Mangelmeldung rüber. Der Bundeswehr gebricht es an Frauen. Viel zu wenige von ihnen dränge es in den Kriegsdienst, unter 200 Generalen finde sich nur eine „Frau General“, und die sei auch noch bei den Sanitätern. Der Deutsche Bundeswehrverband hat sogleich erklärt, der Frauenmangel sei auch darauf zurückzuführen, dass es zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten gebe (früher gab’s doch die Kinderlandverschickung), zu wenig Teilzeit und Telearbeit. Dabei soll der Drohnenkrieg doch ausgebaut werden, den man bei guter Organisation auch vom heimischen Rechner aus ... Ach, wir brechen hier lieber ab.

Zum guten Schluss die gute Nachricht: In Deutschland hat sich nach DAK-Angaben die Zahl der Rollatoren verdoppelt. Doch die Versicherung warnt: Nicht zu schnell auf Gehhilfen verlassen. Nicht immer ist die Gehhilfe ein Gehilfe.