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Zur Person: Christian Wulff Kritik an Wulffs Nominierung in Union und FDP
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12:51 05.06.2010
Christian Wulff (CDU) Quelle: ap
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Die ehemalige FDP- Präsidentschaftskandidatin Hildegard Hamm-Brücher bedauerte im Magazin „Der Spiegel“, dass in der schwierigen innenpolitischen Situation nicht nach einem gemeinsamen Kandidaten aller Parteien gesucht wurde. Sympathien für den von SPD und Grünen vorgeschlagenen DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck äußerte unter anderem der frühere brandenburgische CDU-Vorsitzende Jörg Schönbohm.

„Ich frage mich, warum es nicht möglich war, sich im bürgerlichen Lager mit der SPD auf Gauck zu einigen“, sagte Schönbohm dem „Spiegel“. Auch aus den ostdeutschen FDP-Landesverbänden Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden Zweifel an der Entscheidung der schwarz-gelben Regierungskoalition für Wulff laut.

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Der CDU-Chef von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, bezeichnete Gauck als „herausragende Persönlichkeit“. Er sei sich aber dennoch sicher, dass die ostdeutschen CDU-Vertreter in der Bundesversammlung geschlossen für Wulff stimmen werden, sagte Caffier am Sonnabend dem Sender NDR Info.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kündigte ein eindeutiges Votum der Koalition für den eigenen Kandidaten an. Er zweifle nicht daran, dass „CDU, CSU und FDP in der Bundesversammlung geschlossen für Christian Wulff stimmen“, sagte Gröhe dem „Hamburger Abendblatt“ (Sonnabend). Union und FDP werden am 30. Juni in der Bundesversammlung mindestens 21 Stimmen mehr haben, als für die Wahl des Staatsoberhaupts notwendig sind.

dpa

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In der FDP werden Stimmen laut, die sich auch eine Unterstützung des Oppositionskandidaten für das Bundespräsidentenamt, Joachim Gauck, vorstellen können. Der sächsische FDP-Chef, Holger Zastrow, sagte der „Welt am Sonntag“, es gebe keinen Blankoscheck für den Kandidaten von Union und FDP, Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU).

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