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Wirtschaft Warnstreik bei Hänsel Processing
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Anlagenbauer in Hannover: Warnstreik bei Hänsel Processing

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15:52 17.05.2019
Pochen darauf, dass für die gesamte Belegschaft der Metalltarif gilt: Mitarbeiter von Hänsel Processing. Quelle: Foto: Frank Wilde
Hannover

Rund 85 Beschäftigte des hannoverschen Anlagenbauers Hänsel Processing haben nach Angaben der IG Metall am Freitag für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Mit dem Warnstreik wollen sie den Druck erhöhen, damit in dem Unternehmen wieder die Tarifbedingungen der niedersächsischen Metallindustrie gelten. Bereits am 8. Mai waren Mitarbeiter in den Ausstand getreten, um einen „akzeptablen Tarifabschluss“ zu erreichen.

Hänsel Processing hatte 2012 die Tarifbindung aufgekündigt. Danach eingestellte Mitarbeiter hätten Arbeitsverträge, in denen eine Wochenarbeitszeit von 40 statt 35 Stunden festgelegt sei, erklärte der IG-Metall-Bevollmächtigte Dirk Schulze. Dem Unternehmen zufolge betrifft dies 30 von insgesamt knapp 150 Beschäftigten. Nach drei Verhandlungsrunden gibt es weiter Meinungsverschiedenheiten, wie lange die Firma noch vom Branchentarif abweichen kann. Hänsel Processing schlägt eine Übergangsfrist von 3,5 Jahren vor und signalisiert weitere Verhandlungsbereitschaft. Der IG Metall dauert dies zu lange.

Von Dirk Stelzl

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