Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt A400M-Finanzierung steht - Deutschland kauft nur 53 Flieger
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt A400M-Finanzierung steht - Deutschland kauft nur 53 Flieger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 05.11.2010
Der Militärtransporter A400M von Airbus
Der Militärtransporter A400M von Airbus Quelle: dpa
Anzeige

„Um Mehrkosten für den Bund zu vermeiden, soll die Bestellung von 7 der insgesamt 60 deutschen Flugzeuge in eine Option umgewandelt werden“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem verzichtet Deutschland auf die geforderte vollautomatische Tiefflugfähigkeit des A400M. „Mit diesen Maßnahmen wird der deutsche Anteil an der Preiserhöhung von rund 670 Millionen Euro kompensiert“, sagte der Sprecher.

Auf diese Vertragsänderung einigten sich bei einem Treffen in Toulouse die sieben Käuferländer Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und die Türkei mit dem Airbus- Konzern. Frankreich wird 8,4 Milliarden Euro für 50 Flugzeuge zahlen. In Verhandlungskreisen hieß es, Großbritannien reduziere die Bestellung von 25 auf 22 Maschinen. Damit soll Airbus insgesamt 170 statt 180 A400M an die Länder ausliefern.

Im Frühjahr hatten die Nationen sich bereiterklärt, insgesamt 3,5 Milliarden Euro der Mehrkosten mitzutragen, um Europas wichtigstes Rüstungsprojekt zu retten. Wegen technischer Probleme liegt das A400M-Projekt um Jahre hinter dem Zeitplan.

dpa

Mehr zum Thema

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat milliardenschweren Mehrkosten für dem Militär-Airbus A400M verteidigt. Zu Guttenberg sagte dem Sender weiter, wegen der gesicherten Arbeitsplätze im deutschen Mittelstand könne er „sehr positiv“ auf die Einigung mit dem Rüstungskonzern EADS blicken.

06.03.2010

Nach jahrelangen Verzögerungen hebt der Airbus-Militärtransporter A400M am Freitag zum Erstflug ab. Über die Finanzierung der Mehrkosten, die durch die Verzögerung entstanden sind, wird weiterhin diskutiert. Eine Einigung mit den Abnehmerländern bis Ende des Jahres sei aber Sicht, sagte Airbus-Vizechef Fabrice Brégie.

11.12.2009

In neun Tagen läuft das Ultimatum für eine Verhandlungslösung bei Europas größtem Rüstungsprojekt ab. Dabei geht es nicht mehr nur um den Bau des Militärtransporters Airbus A400M, sondern auch um die französisch-deutsche Machtfrage im EADS-Konzern.

22.01.2010