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Deutschland / Welt Aldi beugt sich dem Trend - und führt Gutscheine ein
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Aldi beugt sich dem Trend - und führt Gutscheine ein
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19:09 31.10.2017
Entwicklung lange ignoriert: Die Gutscheine von Aldi Nord (links) und Aldi Süd.
Entwicklung lange ignoriert: Die Gutscheine von Aldi Nord (links) und Aldi Süd. Quelle: © ALDI
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Bis Mitte November will Aldi in mehr als 4000 Filialen bundesweit Geschenkkarten mit einem Wert von bis zu 100 Euro anbieten, wie der Discounter ankündigte.

Kurz vor Weihnachten folgt Aldi damit als einer der letzten großen deutschen Einzelhändler dem Trend zu Geschenk- und Gutscheinkarten. Der Grund dafür ist offensichtlich: Bargeld und Einkaufsgutscheine werden als Präsente zu Weihnachten - aber auch bei anderen Anlässen - immer beliebter.

Viele Kundenanfragen

Nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung EY sind Gutscheine inzwischen „der mit Abstand größte Einzelposten auf der Einkaufsliste der Bundesbürger zu Weihnachten“. Der EY-Handelsexperte Thomas Harms führt dies nicht zuletzt darauf zurück, dass sich Interessen und Konsumverhalten jüngerer und älterer Verbraucher immer stärker auseinanderentwickeln. Das mache es nicht einfacher, wenn es darum gehe, das passende Geschenk zu finden. Gerade die ältere Generation werde dadurch zunehmend verunsichert und löse das Problem gerne durch das Verschenken von Guthabenkarten oder von Bargeld.

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„Wir sind von vielen unserer Kunden immer wieder gezielt gefragt worden, wann es außer den Gutscheinen anderer Marken auch endlich Geschenkkarten von und für Aldi gibt“, begründete denn auch die Aldi-Süd-Managerin Natascha Vrchoticky die Entscheidung des Unternehmens, jetzt auch Gutscheine anzubieten. Bemerkenswert dabei: Bei dem Projekt „Geschenkgutschein“ agieren die beiden Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd Hand in Hand. Die Gutscheinkarten können unabhängig davon, ob sie bei Aldi Nord oder Aldi Süd gekauft wurden, deutschlandweit eingelöst werden.

Im Detail unterscheiden sich die Angebote der Schwesterfirmen aber doch ein bisschen. Während die Kunden bei Aldi Nord zwischen Geschenkkarten im Wert von 10, 20, 50 und 100 Euro wählen können, haben die Kunden bei Aldi Süd die Möglichkeit, eine Geschenkkarte an der Kasse in Fünf-Euro-Schritten mit ihrem Wunschwert zwischen fünf und maximal 100 Euro aufladen zu lassen.

Die Konkurrenz war schneller

Mit seinem Angebot ist der Discounter allerdings ein Spätstarter. Denn die meisten Konkurrenten haben längst solche Gutscheinkarten im Angebot. Auch Warenhäuser wie Kaufhof oder Karstadt, Modehändler wie H&M oder C&A, die Parfümeriekette Douglas oder der Möbelhändler Ikea bieten diesen Service ganz selbstverständlich an.

Von Erich Reinmann