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Deutschland / Welt Aldi- und Lidl-Gründer bleiben reichste Deutsche
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Aldi- und Lidl-Gründer bleiben reichste Deutsche
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18:12 12.10.2010
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Karl Albrecht (90, Aldi Süd) verfügt über ein geschätztes Vermögen von 17,1 Milliarden Euro (siehe Grafik), gab „manager magazin“ bei der Bekanntgabe ihrer jährlichen Liste mit den reichsten Deutschen bekannt. Die Erben seines im Sommer verstorbenen Bruders Theo, Berthold und Theo Albrecht jr. (Aldi Nord), kommen auf rund 16 Milliarden Euro. Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz (71) landete wie im Vorjahr auf Platz drei: Er soll laut der Zeitschrift über 10,5 Milliarden Euro verfügen. Insgesamt gibt es derzeit in Deutschland 103 Einzelpersonen oder Familien mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro. 2009 waren es 99.

Den größten Vermögenszuwachs habe der Unternehmer Klaus-Michael Kühne verbucht. Dessen Beteiligungen (Kühne & Nagel, Hapag-Lloyd) hätten vom Aufschwung profitiert. Sein Vermögen sei in den vergangenen zwölf Monaten um 900 Millionen auf 4 Milliarden Euro gestiegen. Auch die Familie Reimann (Reckitt Benckiser, Coty) habe einen starken Zuwachs von 850 Millionen auf 8 Milliarden Euro registriert.

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Größter Verlierer der diesjährigen Rangliste sei die Familie Berthold und Theo Albrecht jr., deren Vermögen um 750 Millionen Euro auf 16 Milliarden Euro gesunken sei. Mit hohen Verlusten hätten auch die Familien Porsche (minus 500 Millionen Euro) und Schlecker (minus 450 Millionen Euro) abgeschnitten.

Die reichsten Großfamilien mit zum Teil mehreren hundert Mitgliedern sind laut „manager magazin“ die Familien Brenninkmeijer (C & A) mit rund 21 Milliarden Euro, Haniel (u.a. Metro) mit 9,5 Milliarden Euro und Henkel mit 8,5 Milliarden Euro. Bei diesen Familien könne das Vermögen aber keinem überschaubaren Personenkreis zugeordnet werden.

Für die Rangliste hat das Magazin nach eigenen Angaben unter anderem in Archiven und Registern recherchiert sowie Vermögensverwalter, Anwälte und Bankmanager befragt. Aktien wurden nach Kursen von Anfang September bewertet.

dpa