Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Alstom akzeptiert Angebot von General Electric
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Alstom akzeptiert Angebot von General Electric
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:39 21.06.2014
Der konkrete Kaufpreis für die Anteile an Alstom, die von Bouygues an den französischen Staat gehen, wurde zunächst nicht bekannt. Quelle: dpa
Anzeige
Paris

Der französische Staat und das Unternehmen Bouygues sind sich nach Informationen von Kennern des Dossiers am Samstag über den Verkauf von 20 Prozent Anteilen am Konzern Alstom handelseinig geworden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Abend in Paris. Der Verkauf der Alstom-Anteile von Bouygues an den französischen Staat war Bedingung dafür, dass Alstom wie geplant eine Allianz mit dem US-Konzern General Electric (GE) eingehen kann.

Der konkrete Kaufpreis für die Anteile an Alstom, die von Bouygues an den französischen Staat gehen, wurde zunächst nicht bekannt. Der Staat hatte ursprünglich 28 Euro pro Aktie geboten, was dem Kurs bei Börsenschluss am Freitag entsprach. Bouygues forderte dagegen 35 Euro. Der französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hatte am Freitag angekündigt, dass Paris mit 20 Prozent bei Alstom einsteigen werde. Dafür werde der Staat zwei Drittel des 29,4-Prozent-Anteils von Bouygues kaufen. Der deutsche Siemens-Konzern fiel durch die jüngsten Vereinbarungen aus dem Bieterrennen um Alstom heraus.

Anzeige

Zusammen mit dem japanischen Verbündeten Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hatte Siemens zuletzt 8,2 Milliarden Euro für Teile von Alstom geboten. Der Münchner Konzern wollte das Gasturbinen-Geschäft für 4,3 Milliarden Euro komplett übernehmen, in den Bereichen Dampf, Energienetze und Wasserkraft strebte Mitsubishi 40 Prozent an einer Holding mit Alstom an. Auch GE hatte sein Angebot noch zuletzt nachgebessert und insbesondere drei Gemeinschaftsunternehmen mit Alstom als gleichrangigem Anteilseigner im Energiebereich angeboten. GE hatte für die komplette Energiesparte ursprünglich 12,35 Milliarden Euro geboten.

afp

21.06.2014