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Deutschland / Welt Anteil internationaler Touristen 2010 so hoch wie noch nie
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Anteil internationaler Touristen 2010 so hoch wie noch nie
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21:10 27.09.2010
Von Helmuth Klausing
Auch eine Form von Deutschland-Werbung: Bei der Steuben-Parade in New York war Deutschland am Wochenende mit dabei. Quelle: dpa
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Deutlich stärker wuchs die Zahl der Reisenden aus dem Ausland: Gleich um 10 Prozent schnellten die Übernachtungen ausländischer Gäste in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen auf rund 35 Millionen in die Höhe.
Das lag selbst über dem Niveau des bisherigen Rekordjahres 2008. Damit habe das Reiseland Deutschland nicht nur die Krise des vergangenen Jahres überwunden, sondern sei auch gestärkt aus ihr hervorgegangen, erklärte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt. Die DZT betreibt Tourismuswerbung im Ausland.

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 seien die Gästezahlen gerade aus dem Ausland – mit Ausnahme von 2009 – von Jahr zu Jahr in die Höhe gegangen, sagte DZT-Marktforscher Joachim Scholz. Das Deutschland-Image in der Welt habe sich anscheinend nachhaltig gewandelt.

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Deutschland liegt zentral, ist bequem zu erreichen, und Urlauber bekommen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte Scholz. Das spreche sich wohl herum. Mit dem einsetzenden Aufschwung hätten aber auch die Geschäftsreisen nach Deutschland wieder zugenommen.

Die meisten Besucher kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts abermals aus den Niederlanden mit 2,2 Millionen Ankünften – 5,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Amerikaner landeten wieder auf Platz zwei mit 1,2 Millionen Gästen vor der Schweiz mit 1,1 Millionen. Rund 200.000 Gäste aus Saudi-Arabien bedeuteten den stärksten Anstieg eines Einzellandes um 45 Prozent. Rückgänge gab es nur bei den Gästen aus Bulgarien (minus 2 Prozent) und aus dem krisengeschüttelten Griechenland (minus 11 Prozent).

Die DZT sieht beim Tourismus in Deutschland sogar ein „Wachstum über Weltniveau“. Laut Welttourismusorganisation seien die Gästezahlen weltweit im ersten Halbjahr 2010 um 7 und europaweit nur um 2 Prozent gestiegen. Deutschland liege mit 10 Prozent mehr internationalen Reisenden deutlich darüber.

Am meisten profitierte davon die Bundeshauptstadt mit einem Anteil von 36 Prozent. Den geringsten Anteil ausländischer Gäste hatte hingegen Mecklenburg-Vorpommern mit 6 Prozent. Den stärksten Zuwachs ausländischer Gäste konnte Sachsen mit einem Plus von 20 Prozent verbuchen. Der Anteil der ausländischen Besucher zwischen Leipzig und Dresden kletterte auf 12 Prozent.