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Deutschland / Welt Apple enttäuscht Anleger
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Apple enttäuscht Anleger
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15:40 28.01.2014
Apple verkauft mehr iPhones und iPads als je zuvor - trotzdem sind die Anleger unzufrieden. Quelle: dpa
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Cupertino

Apple hat im Weihnachtsgeschäft mehr iPhones und iPads als jemals zuvor verkauft. Jedoch lagen die Zuwächse unter denen der Vergangenheit und teils auch unter den Erwartungen der Analysten. Zudem stagnierte der Gewinn, wenn auch bei beträchtlichen 13,1 Milliarden Dollar (9,58 Mrd Euro). Die Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie vorbörslich um gut 7 Prozent fallen.

„Wir sind sehr zufrieden“, erklärte Konzernchef Tim Cook unbeirrt am Unternehmenssitz in Cupertino. Apple investiere auch weiterhin kräftig in neue Produkte und Dienste. Wie immer vermied er es weitgehend, in die Details zu gehen. In einem ungewöhnlichen Schritt deutete Cook zwar Pläne für ein mobiles Bezahlsystem an. Hinweise auf künftige Geräte gab es aber nicht. Schon seit längerem wird über neue Produkte spekuliert, etwa einen Apple-Fernseher, eine Computer-Uhr oder iPhones mit größerem Display.

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Apple setzte von Oktober bis Dezember 51,0 Millionen iPhones ab gegenüber 47,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das war ein neuer Rekordwert. Analysten hatten jedoch noch höhere Verkäufe erwartet. Cook räumte ein, Apple habe in Nordamerika die Nachfrage nach dem Spitzenmodell 5s unterschätzt. Damit signalisierte er auch, dass das etwas günstigere bunte Plastik-iPhone 5c ohne Fingerabdruck-Scanner schlechter ankam als gedacht.

„Es dauerte einige Zeit, bis wir genügend iPhone 5s auf Lager hatten“, sagte Cook in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Er hatte die zwei neuen iPhones im September präsentiert. Im Oktober folgten das neue iPad Air sowie ein iPad mini mit besserem Bildschirm. Von den iPads gingen 26,0 Millionen raus nach zuvor 22,9 Millionen. Auch das war ein Rekord.

Bei Smartphones und Tablet-Computern wollen inzwischen viele Rivalen ein Stück vom Kuchen abhaben. Neben etablierten Spielern wie dem südkoreanischen Smartphone-Primus Samsung drängen vermehrt chinesische Konzerne wie Lenovo oder Huawei auf den westlichen Markt. Nach jüngsten Zahlen des Marktforschers IDC setzte Samsung im Weihnachtsquartal 82 Millionen Smartphones ab. Im gesamten vergangenen Jahr wurde demnach erstmals mehr als eine Milliarde Computer-Handys abgesetzt.

Von seinen Mac-Computern verkaufte Apple dank neuer Modelle 4,8 Millionen Geräte nach 4,1 Millionen im Vorjahreszeitraum - und das in einem rückläufigen Computermarkt. Der Mac feierte gerade seinen 30. Geburtstag. Auch das Geschäft mit iTunes und anderen Diensten lief besser als im Vorjahreszeitraum. Einzig der Musikplayer iPod büßte weiter an Popularität ein, weil immer mehr Menschen stattdessen ihr Smartphone verwenden. Der iPod-Absatz halbierte sich auf gut sechs Millionen Geräte.

Apple konnte den Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 6 Prozent auf den Rekordwert von 57,6 Milliarden Dollar (42,1 Mrd Euro) hochschrauben. Der Gewinn stagnierte indes bei 13,1 Milliarden Dollar und damit auf dem Niveau der zwei vorherigen Weihnachtsquartale.

Auch mit dem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte Apple die Börsianer. Der Aktienkurs lag vorbörslich etwas über 500 Dollar und damit fast ein Drittel unter dem Höchstwert vom September 2012. Dies dürfte Wasser auf die Mühlen des Großaktionärs Carl Icahn sein, der Apple seit geraumer Zeit dazu drängt, mehr eigene Aktien zurückzukaufen. Das treibt gewöhnlich den Kurs.

Apple lehnt das Ansinnen bislang ab mit dem Hinweis auf den bereits laufenden Aktienrückkauf und die Dividendenzahlungen. Alleine im Weihnachtsquartal flossen nach Angaben von Finanzchef Peter Oppenheimner 7,7 Milliarden Dollar an die Anteilseigner. Trotzdem konnte Apple bis Ende Dezember seinen Geldberg auf 158,8 Milliarden Dollar vermehren.

dpa

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