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Deutschland / Welt Apple enttäuscht trotz starker Zahlen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Apple enttäuscht trotz starker Zahlen
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21:55 19.10.2011
Nur zwei Wochen nach dem Tod von Konzernmitgründer Steve Jobs hat Apple seine Quartalsbilanz vorgelegt. Quelle: dpa
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Laut Apple haben sich aber viele Kunden mit dem Kauf eines iPhones zurückgehalten, weil sie auf die im Oktober gestartete neue Version warteten. Jetzt verspricht der Konzern ein fabelhaftes Weihnachtsgeschäft. Die Aktie fiel im New Yorker Handel am Mittwoch zunächst um 5 Prozent auf rund 400 Dollar. Später relativierte sich das Minus wieder etwas.

Der Umsatz kletterte von Juli bis September um 39 Prozent auf 28,3 Milliarden Dollar; der Gewinn stieg um 54 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Im gesamten Jahr verdiente Apple damit knapp 26 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 108,2 Milliarden. Die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres davor: 65 Milliarden Dollar Umsatz, 14 Milliarden Dollar Gewinn.

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Apple konnte im abgelaufenen Quartal 17 Millionen iPhones absetzen. Das waren zwar 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, doch an die hohen Verkaufszahlen des Vorquartals und die Erwartungen von bis zu 22 Millionen verkauften Geräten kam der Hersteller nicht heran. Konzernchef Cook gelobte mit dem neuen iPhone 4S Besserung: „Ich bin überzeugt, dass wir im Dezember-Quartal einen Rekord bei iPhone-Verkäufen aufstellen werden.“ Schon am ersten Wochenende setzte Apple mehr als vier Millionen neue iPhones ab.

Die Verkäufe des Tablet-Computers iPad stiegen im vierten Geschäftsquartal um 166 Prozent auf 11,1 Millionen Geräte. Damit setzte Apple seit dem Start im Frühjahr 2010 rund 40 Millionen iPads ab und beherrscht weiterhin das Geschäft in dieser Geräteklasse. Von seinen Mac-Computern wurde Apple 4,9 Millionen Geräte los, 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einzig die Verkäufe des iPod-Musikspielers gingen um 27 Prozent auf 6,6 Millionen zurück. Viele Leute hören ihre Musik inzwischen lieber über ihr Smartphone.

Kopf hinter den Erfolgsprodukten war Jobs. Er starb am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren nach einem langen Krebsleiden. Am Mittwoch schlossen weltweit Apple-Geschäfte für ein paar Stunden, damit die Mitarbeiter in einer firmeninternen Trauerfeier des Firmengründers gedenken konnten. Jobs war im engen Familienkreis beigesetzt worden.

Doch die Geschäftswelt dreht sich weiter: Bohrende Fragen der Wall-Street-Analysten gab es nach der Zahlenvorlage zu dem Geldberg von Apple, der inzwischen auf über 80 Milliarden Dollar angewachsen ist. Investoren fordern angesichts des überragenden Geschäftserfolgs schon lange eine Dividende oder einen Aktienrückkauf.

Daniel Schnettler

19.10.2011
19.10.2011