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Deutschland / Welt Arbeitskosten steigen langsam
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Arbeitskosten steigen langsam
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21:09 30.11.2009
Lackierarbeit am Porsche Panamera bei VWN in Stöcken: Seit Jahren flacht sich der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland ab. Quelle: Michael Thomas
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Die Kosten haben sich im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent erhöht, während der Zuwachs in der Euro-Zone 3,5 Prozent betragen hat, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Montag in Düsseldorf mitteilte. Damit habe Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit nochmals gesteigert.

Nach der Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung mussten deutsche Arbeitgeber in der Privatwirtschaft 28,50 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde aufwenden. Damit liegt Deutschland im Mittelfeld der europäischen Staaten, und zwar an achter Stelle. Der Trend zu einem geringen Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland zeige sich seit rund einem Jahrzehnt sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor, erklärten die Verfasser der Studie.

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Die Lohnstückkosten, die die Arbeitskosten in Relation zur Produktivitätsentwicklung setzen, stagnierten zwischen 1998 und Mitte 2008. Dagegen sind sie in EU-Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Polen, Spanien und Dänemark sogar um 20 bis 35 Prozent gestiegen.

Laut Untersuchung hat der internationale Nachfrageeinbruch in der Wirtschaftskrise dazu geführt, dass sich zum Jahreswechsel 2008/09 auch die deutschen Lohnstückkosten deutlich erhöht haben – in der Spitze um 8 Prozent im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Anstieg sei aber zu einem großen Teil nur vorübergehend und bilde sich bereits zurück.

Zudem seien die Lohnstückkosten in vielen anderen Ländern der Europäischen Union ähnlich stark gestiegen, heißt es weiter. Deshalb und wegen des geringen Wachstums der Arbeits- und Lohnstückkosten über einen langen Zeitraum bleibe die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sehr hoch, schreiben die Wissenschaftler in der Studie. „Vor diesem Hintergrund sollte die aktuelle Entwicklung gerade nicht zum Anlass genommen werden, die Löhne weiter unter Druck zu setzen.“

Höher als in Deutschland sind die Arbeitskosten den Angaben zufolge in Dänemark, Luxemburg, Schweden, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Finnland. Dort wird zwischen 29,40 Euro und 36 Euro je Stunde ausgegeben.

Erheblich niedriger sind die Kosten in den südeuropäischen Ländern sowie in den neuen mittel- und osteuropäischen EU-Staaten mit Stundenwerten zwischen 5,40 Euro (Lettland) und 13,40 Euro (Zypern). Die Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung hatten für ihre Untersuchung die neuesten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ausgewertet.

afp