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Auslandstelefonate, Mindestlohn, Geldscheine: Das ändert sich im Mai

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08:55 15.05.2019
Änderungen im Mai 2019: Neuer Mindestlohn für Maler und Lackierer, Preisdeckelung für Auslandsgespräche und neue Euro-Geldscheine. Quelle: dpa/Montage
Hannover

Im Mai 2019 stehen wieder eine Reihe an Änderungen für Verbraucher und Arbeitnehmer an. In einer Branche steigt der Mindestlohn, die EZB bringt neue 100- und 200-Euro-Geldscheine in Umlauf und die Preise für Telefonate ins EU-Ausland werden gedeckelt.

Alle aktuellen Änderungen im Mai 2019 im Überblick.

Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt ab 1. Mai an

Ab 1. Mai 2019 erhöht sich der Mindestlohn für Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk. Damit verdienen ungelernte Arbeiter zukünftig 10,85 Euro statt wie bisher 10,60 Euro in der Stunde. Als „ungelernte Arbeitnehmer“ gelten laut Deutscher Handwerkszeitung Beschäftigte, die „unter Aufsicht und Anleitung von Gesellen und Vorarbeitern“ arbeiten und in der Regel „einfache Hilfstätigkeiten“ ausführen.

Für Gesellen gilt der Mindestlohn II. Dieser erhöht sich ab Mai nur für Beschäftigte im Osten, und zwar von 12,40 Euro auf 12,95 Euro. Im Westen inklusive Berlin beträgt der Mindestlohn für Maler und Lackierer seit Mai 2018 13,30 Euro.

Auch ausländische Arbeitgeber sind verpflichtet, den Mindestlohn zu bezahlen, sofern sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

Der allgemeine, gesetzliche Mindestlohn liegt seit der letzten Erhöhung am 1. Januar 2019 bei 9,19 Euro. Im Jahr 2020 soll er auf 9,35 Euro angehoben werden.

Kosten-Obergrenzen für Telefonate und SMS-Nachrichten in der EU

Anrufe ins EU-Ausland können europäische Verbraucher teuer zu stehen kommen, denn für Telefonate und SMS-Nachrichten gab es bislang keine Kosten-Obergrenzen. Eine EU-Regelung soll das zukünftig ändern.

Im November letzten Jahres hatte das EU-Parlament beschlossen, dass Gebühren für Telefonate aus dem EU-Heimatland ins EU-Ausland gedeckelt werden müssen. Konkret heißt das: Ab dem 15. Mai 2019 kosten Telefonate ins EU-Ausland maximal 19 Cent pro Minute – und zwar unabhängig davon, ob das Gespräch vom Festnetz oder dem Handy geführt wird. Auch die Kosten für das Versenden von SMS-Kurznachrichten werden zukünftig bei sechs Cent gedeckelt.

Die Deckelung der Kosten für Auslandstelefonate und SMS-Nachrichten folgt auf die Abschaffung der Roaming-Gebühren, die bereits im Sommer 2017 auf den Weg gebracht wurde.

Neue 100- und 200-Euro-Geldscheine

Am 28. Mai 2019 kommen neue 100- und 200-Euro-Geldscheine in Umlauf. Damit wird die sogenannte „Europa-Serie“ vervollständigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Mai 2013 damit begonnen, die Euro-Banknoten zu überarbeiten. Die Änderungen umfassen ein neues Design und eine verkleinerte Größe. Außerdem sollen Sicherheitsmerkmale die Fälschung der Scheine sicherer machen.

Für die neuen 100-Euro- und 200-Euroscheine wurde das Sicherheitsmerkmal nochmals überarbeitet. Dabei handelt es sich um die sogenannte Smaragdzahl unten links auf den Scheinen. Bei entsprechender Neigung werden auf den neuen Banknoten Eurosymbole zu sehen sein.

Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten sollen auch den abgeschafften 500-Euro-Schein ersetzen. Nach dem 26. April 2019 wird der größte Euro-Geldschein von Banken nicht mehr in den Umlauf gebracht. Sowohl die Scheine der älteren 100- und 200-Euro Generation, als auch die 500-Euro-Banknoten, werden schrittweise aus dem Verkehr gezogen, ihren Wert verlieren sie nicht. Auch ein Umtausch soll unbegrenzt möglich sein.

Frist für Steuererklärung nach hinten verschoben

Bisher galt der 31. Mai als letzter Tag, an dem die Steuererklärung des Vorjahres beim Finanzamt eingereicht werden konnte. Seit 2019 gilt jedoch der 31. Juli als neue Abgabefrist. Bei Krankheit, Umzug oder anderen Ausnahmefällen kann die Frist zudem bis Ende September verlängert werden. Vorausgesetzt die Verlängerung wurde bis zum 31. Juli schriftlich beim zuständigen Finanzamt beantragt.

Hier finden Sie Tipps für Ihre Steuererklärung 2018.

Von RND/pf

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