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Deutschland / Welt Bahn-Konkurrenten gewinnen Marktanteile
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14:15 13.06.2012
Foto: Bahn-Konkurrenten wie der Nord-Ostsee-Bahnbetreiber Veolia gewinnen immer mehr Marktanteile.
Bahn-Konkurrenten wie der Nord-Ostsee-Bahnbetreiber Veolia gewinnen immer mehr Marktanteile. Quelle: dpa
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Berlin

Dies geht aus dem Wettbewerbsbericht hervor, den die Bahn am Mittwoch vorstellte. In den nächsten zwölf Monaten sei damit zu rechnen, dass Länder und Verkehrsverbünde im Personennahverkehr mehr als 130 Millionen Zugkilometer vergeben. Allein in den Flächenländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen werde es mehrere große Vergabeverfahren mit einem Volumen von jeweils rund 25 Millionen Zugkilometern geben.

Insgesamt erhöhte sich die Verkehrsleistung im Regionalverkehr im vergangenen Jahr auf 642 Millionen Zugkilometer (2010: 634 Millionen). Im ohnehin schwierigen Fernverkehr war hingegen ein leichter Rückgang um 1,6 Prozent zu verzeichnen. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass Einmaleffekte aus dem Vorjahr wie schneereicher Winter, Vulkanasche und Pilotenstreik im Luftverkehr wegfielen. Für dieses Jahr werde wieder mit einem Wachstum gerechnet, auch weil viele Baumaßnahmen beendet seien und es damit weniger Einschränkungen gebe, sagte Bahn-Wettbewerbsbeauftragter Frank Miram.

Weiter aufholen konnten die Bahn-Konkurrenten auch im Schienengüterverkehr. Hier nahm ihr Anteil erneut leicht zu, er macht jetzt 26 Prozent aus (2010: 25,1 Prozent). Die gesamte Verkehrsleistung stieg in diesem Segment um 5,4 Prozent und erreichte mit 113,2 Milliarden Tonnenkilometern fast das Vorkrisenniveau von 2008.

Unterdessen fordert die Bundesnetzagentur vom Marktführer Bahn einen detaillierten Einblick in die Kostenkalkulation für das Schienennetz. Eine entsprechende schriftliche Aufforderung ist dem bundeseigenen Konzern nach Informationen des „Handelsblatts“ (Mittwoch) Ende Mai zugegangen. Bislang könne die Behörde nicht beurteilen, wie sich die Trassenpreise der Bahn zusammensetzen und ob diese Preise gerechtfertigt seien. „Uns fehlen die nötigen Informationen“, sagte die Vizepräsidentin Iris Henseler-Unger der Zeitung. Beschwerden von Wettbewerbern könne die Behörde deshalb nicht fundiert prüfen - obwohl das eigentlich laut Gesetz ihre Aufgabe sei.

Die Bahn wollte sich dazu nicht näher äußern. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich den Eingang der Forderungen von der Regulierungsbehörde. Das Unternehmen werde erst einmal prüfen, ob es dagegen vor Gericht ziehen soll, hieß es.

dpa

12.06.2012
Lars Ruzic 11.06.2012