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Deutschland / Welt Bahn plant Geheimgeschäft mit Russland
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Bahn plant Geheimgeschäft mit Russland
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Von Alexander Dahl
Quelle: ddp
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Der Konzern will offenbar 49 Prozent der Anteile an die russische Staatsbahn veräußern. Diese Absicht hatte der Konzern nicht bekanntgegeben, als er Ende Januar das polnische Verkehrsunternehmen erwarb.

Anlass für den Weiterverkauf ist vermutlich der hohe PCC-Kaufpreis, der Branchenkreisen zufolge 450 Millionen Euro betragen haben soll. Die PCC macht aber jährlich nur etwa 350 Millionen Euro Umsatz und kommt auf einen Marktanteil von lediglich 8 Prozent. Mit dem Einstieg der Russen würde fast die Hälfte des Kaufpreises zurückfließen. Die Bahn wollte sich nicht dazu äußern.

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Das geplante Geschäft ist deshalb heikel, weil Polen deutsch-russischen Kooperationen, in die Deutschlands östlicher Nachbar nicht eingebunden wird, aus geschichtlichen Gründen ablehnend gegenübersteht. So versucht Polen auch das deutsch-russische Projekt einer Ostsee-Gaspipeline zu verhindern, weil es durch die Umgehung Polens befürchtet, in Energiefragen erpressbar zu werden.

Für die Bahn sind Geschäftsbeziehungen nach Polen und Russland wichtig, um ein Großprojekt verwirklichen zu können: die direkte Güterverkehrsverbindung von Schanghai über Sibirien und Osteuropa nach Hamburg. Wegen der Weltwirtschaftskrise wurde der Start des regelmäßigen Pendelverkehrs zwischen Deutschland und China allerdings verschoben.