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Deutschland / Welt Baukonzern Hochtief will im ACS-Abwehrkampf Bilanz aufpolieren
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Baukonzern Hochtief will im ACS-Abwehrkampf Bilanz aufpolieren
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11:40 11.11.2010
Hochtief will im ACS-Abwehrkampf Bilanz aufpolieren. Quelle: dpa
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Der Baukonzern Hochtief kündigte am Donnerstag in Düsseldorf Verkäufe von Unternehmensteilen an, die schon im kommenden Jahr zu einem deutlichen Ergebnisanstieg führen sollen.

Geplant ist unter anderen die Abgabe von Teilen der Infrastrukturtochter Concessions. Neben einem Börsengang ist auch der Verkauf an einzelne Investoren möglich.

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Noch vor einem Jahr hatte Hochtief den geplanten Börsengang der Infrastruktur wegen des schlechten Börsenumfeldes abgebrochen. Nun sei man sogar bereit, die Mehrheit an der Tochter abzugeben.

Für das kommende Jahr kündigte Hochtief einen Anstieg des Vorsteuergewinns auf eine Milliarde Euro und einen Konzerngewinn von 600 Millionen Euro an. 2009 hatte Hochtief noch ein Vorsteuerergebnis von nahezu 600 Millionen Euro und einen Konzerngewinn von knapp 200 Millionen Euro erwirtschaftet.

2012 peilt das im MDax notierte Unternehmen rund eine Milliarde Euro beim Vorsteuerergebnis und einen Nettogewinn von nur noch 500 Millionen Euro an. Im gleichen Jahr soll auch die Immobilientochter Aurelis verkauft werden.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte Hochtief ein Ergebnis vor Steuern von 430 Millionen Euro und blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Konzerngewinn stieg um 17,3 Prozent auf 142,7 Millionen Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich deutlich um 11,6 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro.

Konzernchef Herbert Lütkestratkötter kündigte ein weiteres Wachstum des Unternehmens etwa im Bereich Windkraft an. Hochtief wolle aber auch sein internationales Geschäft in Indien und Kanada weiter ausbauen. Zum vom spanischen Hochtief-Großaktionär ACS angekündigten Übernahmeangebot wollte sich Lütkestratkötter zunächst nicht offiziell äußern.

Im Abwehrkampf gegen die Offerte hatte das Unternehmen jedoch bereits die australische Börsenaufsicht angerufen.

dpa