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Deutschland / Welt AOK fordert Praxisschließungen in Städten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt AOK fordert Praxisschließungen in Städten
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10:25 10.11.2014
Während die Ärzteversorgung auf dem Land teilweise so schlecht ist, dass mobile Praxen eingesetzt werden müssen, gibt es in Ballungsräumen oft eine Überversorgung mit Fachärzten.
Während die Ärzteversorgung auf dem Land teilweise so schlecht ist, dass mobile Praxen eingesetzt werden müssen, gibt es in Ballungsräumen oft eine Überversorgung mit Fachärzten. Quelle: dpa/Symbolbild
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"Eine gute Infrastruktur oder zusätzliche Einkünfte durch Privatleistungen sind oft Kriterien für die Ansiedlung von Ärzten", sagte AOK-Chef Jürgen Graalmann der "Bild"-Zeitung vom Montag. Deshalb gebe es vor allem in den Ballungszentren zu viele Fachärzte. "Diese Reservate müssen weg", fügte er hinzu.

Der AOK-Chef reagierte damit auf Warnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Kassenärzte hatten vorgerechnet, dass 25.000 Praxen schließen müssten, wenn Arztsitze in überversorgten Gebieten aufgekauft würden.

Die AOK sieht das laut "Bild" anders: Nach Erhebungen der Kasse gibt es allein bei den Orthopäden kein Gebiet in Deutschland, dass nicht überversorgt wäre. Insgesamt könnte der Krankenkasse zufolge jede vierte, in Bayern sogar jede dritte Orthopädenpraxis schließen, ohne die Versorgung zu gefährden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will per Gesetz anordnen, dass Praxen, deren Besitzer in den Ruhestand gehen, geschlossen werden, wenn sich in der Region mehr Ärzte als benötigt niedergelassen haben. Die medizinische Versorgung soll dadurch effizienter werden. Mit dem selben Gesetz will Gröhe auch die Wartezeit auf einen Facharzttermin auf maximal vier Wochen begrenzen.

afp

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