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Deutschland / Welt Berliner feiern Flughafen-Fest
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20:22 12.05.2012
Das Flughafenfest konnte seinen Termin halten. Quelle: dpa
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Berlin

„Die wären doch niemals in drei Wochen fertig geworden“, sagt ein Besucher und trifft den Eindruck vieler Gäste. Die Blicke richten sich auf die Baustelle einige Meter hinter der schmucken Glasfassade des neuen Hauptstadtflughafens. Auf den Publikumstagen „Rund ums Terminal“ war an diesem Wochenende das Gelände für Besucher geöffnet. Nach dem Desaster um die geplatzte Eröffnung erlebten die Berliner und Brandenburger zwiespältige Gefühle. Wo an manchen aufgeräumten Stellen nur noch die Passagiere fehlen, erinnert der Airport andernorts mehr an einen Rohbau.

Klaus Wowereit ist ebenfalls gekommen. Für den Regierenden Bürgermeister und Aufsichtsratschef des Flughafens ist dieser Tag schwierig - schließlich wird ihm die Mitverantwortung für das Chaos gegeben. „Sie können selber auch sehen, wie weit der Flughafen schon ist“, ruft er den Menschen vor der Bühne zu. Einige lachen darüber, andere buhen, wieder andere klatschen - auch die Menge ist heute gespalten. Die Flughafengesellschaft will die Bitternis der vergangenen Tage mit Zufriedenheit über das große Interesse der Bürger verdrängen. „Schon mehr als 50.000 Besucher hatten wir am ersten Tag, und wir freuen uns darüber sehr“, meint ein Flughafensprecher.

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Den Besuchern bläst am Samstag ein ungewöhnlich kalter Wind entgegen. Der weht nicht nur Servietten und Werbeflyer durch die Gegend, sondern auch den Geruch von Bratwurst und Crêpes. Einige clevere Gastronome haben auch Glühwein im Angebot.

Zu der Feststimmung will die Blamage, die nach den Worten von Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr nicht nur Berlin, sondern ganz Deutschland trifft, nicht so recht passen. Besucherin Angela Linkner schaut etwas verständnislos auf die mit dunklem Holz getäfelte Eingangshalle des Terminals. „Das hätte nicht passieren dürfen“, findet sie, „bei so vielen Leuten, die hier das Sagen haben.“ Herr Wowereit und Herr Platzeck seien Schuld und müssten Konsequenzen ziehen.

Diese hält der Regierende Bürgermeister denn auch wenig später für durchaus möglich - allerdings nicht bei sich selbst. Man werde die gemachten Fehler aufarbeiten und Schlüsse ziehen. Schließlich stellte er auch einen neuen Termin zur Eröffnung des Prestige-Projekts in Aussicht. Die Reaktion einiger Zuhörer: zaghaftes Klatschen.  

dpa

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