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Deutschland / Welt Betrug mit ec-Karten nimmt ab
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Betrug mit ec-Karten nimmt ab
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21:21 23.12.2011
Im Kampf gegen das Ausspähen von ec-Karten sehen sich in diesem Jahr die Banken als Sieger
Im Kampf gegen das Ausspähen von ec-Karten sehen sich in diesem Jahr die Banken als Sieger. Quelle: dpa
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Frankfurt

Beim sogenannten Skimming kopieren Betrüger zum Beispiel durch Aufsätze auf Geldautomaten die Daten von ec-Karten und bestücken damit eigene Karten, um vom jeweiligen Konto Geld abzuheben. In der Regel stehen dahinter gut organisierte Banden, die die gefälschten Karten weltweit einsetzen.

2010 hatte das Bundeskriminalamt (BKA) von 3183 Angriffen auf Geldautomaten und einem Schaden von 60 Millionen Euro berichtet. Auch das BKA rechnet in diesem Jahr mit deutlich weniger Fällen. „Wir gehen davon aus, dass die eingeführten Sicherungsmechanismen greifen“, sagte eine Sprecherin der Behörde.

Seit Jahresbeginn werden ec-Karten in Deutschland flächendeckend über einen eingebauten Chip geprüft. Da dies auch im europäischen Ausland so ist, müssen die Täter nach Russland oder Übersee ausweichen, um Kartendoubletten einzusetzen. Zuvor hatte ein kurzer Trip über die Grenze gereicht. Banken hätten außerdem Störsender gegen Skimming-Module installiert, sagte Schneider. Schnelle Meldewege verhinderten zudem den Einsatz der abgegriffenen Daten.

Von Januar bis November seien 156 000 womöglich manipulierte Girokarten gemeldet worden, berichtete das BKA. In fast 90 Prozent der Fälle seien die betroffenen Karten aber so rasch gesperrt worden, dass sie den Tätern nichts nutzten. In Deutschland gibt es 97 Millionen Girokarten.
Allerdings weichen die Täter nach Beobachtung von BKA und Banken jetzt auf Fahrkartenautomaten, Tankstellen und Supermärkte aus. Die Tankstellenbetreiber seien gewarnt und kontrollierten ihre Geräte häufiger, sagte Schneider. Erstmals seit Längerem habe es seit September wieder Fälle manipulierter Kartenterminals an Ladenkassen gegeben. Von 25 bemerkten Versuchen seien aber 17 vereitelt worden.

Für Verbraucher sind manipulierte Geräte an der Ladenkasse von außen praktisch nicht erkennbar. Sie werden meist bei Einbrüchen von den Tätern umgebaut. Das BKA rät Händlern zur Kontrolle der Geräte, gerade wenn bei einem Einbruch nichts gestohlen wurde. Zudem melden manche Geräte, wenn sie nachts bedient wurden.

Frank van Bebber