Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Die Deutsche Wirtschaft gibt Gas
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Die Deutsche Wirtschaft gibt Gas
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:23 17.12.2013
Von Albrecht Scheuermann
Nicht nur am Bau geht es aufwärts: Deutschlands Wirtschaft gibt wieder Gas. Quelle: dpa
Anzeige
Frankfurt/Hannover

Die Experten des britischen Forschungsinsituts Markit  verweisen insbesondere auf den Einkaufsmanagerindex der Euro-Zone, der sich zuletzt merklich verbessert hat. Lokomotive in Europa sei Deutschland, während Frankreich zunehmend Probleme mache.

Die Bundesbank sieht trotz der schwachen Produktionszahlen vom Oktober die deutsche Wirtschaft in einem kräftigen Aufschwung. „Trotz eines sehr verhaltenen Einstiegs in das Schlussquartals ist damit zu rechnen, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2013/2014 kräftig expandieren wird“, schreiben die Experten. Zur Begründung verweisen sie auf einen deutlichen Anstieg der Autoproduktion. Dies habe schon dazu geführt, dass die Unternehmen die Betriebsruhe in den Weihnachtsferien möglichst kurz halten wollen.

Anzeige

Zudem seien die Produktions- und Exporterwartungen der Industrie zuletzt stark gestiegen. Somit dürfte nach Ansicht der Bundesbank die ohnehin gute Binnenkonjunktur – ablesbar am steilen Anstieg des Wohnungsbaus und der guten Konsumentenstimmung – durch Impulse vom Außenhandel zusätzlichen Rückenwind erhalten.

Auch für die kommenden Jahre gibt sich die Bundesbank ausgesprochen optimistisch. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte 2014 um 1,7 Prozent und ein Jahr später sogar um 2 Prozent zulegen. Dadurch würde sich auch die Beschäftigungssituation weiter verbessern.

Das Institut Markit Economics berichtete am Montag über eine spürbare Verbesserung der Indikatoren für die Euro-Zone. Diese erlebe im vierten Quartal 2013 dank der leichten Konjunkturbelebung im Dezember das beste Quartal seit zweieinhalb Jahren bei Produktion, Aufträgen und Experten der Industrie.

Allerdings laufen die Trends in der Zone nach Beobachtung der Exporten von Markit zunehmend auseinander. „Besonders kritisch ist der zweite Wachstumsrückgang in Folge in Frankreich, der noch dazu so stark ausfiel wie seit Mai nicht mehr.“ Im Gegensatz dazu habe Deutschland im Dezember die höchste Wachstumsrate seit der ersten Jahreshälfte 2011 verzeichnet. Auch in den übrigen Ländern der Euro-Zone gehe es aufwärts.

Frankreich schlüpft immer mehr in die Rolle des neuen kranken Mannes in Europa“, erklärt Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Der zweite Wachstumsrückgang in Folge dürfte nicht nur das Schussquartal 2013 belastet, sondern auch dafür gesorgt haben, „dass Frankreich mit dem zweiten Quartalsrückgang in Folge wieder in der technischen Rezession steckt“.

Starke Daten kamen auch aus den USA. Dort haben die Unternehmen ihre Produktion im November überraschend deutlich nach oben gefahren. Der Ausstoß im Verarbeitenden Gewerbe legte um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, teilte die Notenbank Federal Reserve am Montag in Washington mit. Dies ist der kräftigste Anstieg seit einem Jahr.

Die guten Aussichten für Deutschlands Wirtschaft kamen auch an der Börse gut an. Der Deutsche Aktienindex Dax beendete am Montag seine mehrtägige Verlustserie und kletterte kräftig um 1,74 Prozent auf 9163,56 Punkte

Deutschland / Welt Mehrwertsteuer steigt bei Silbermünzen - Ein Schlupfloch für Silberkäufer
Albrecht Scheuermann 16.12.2013
Deutschland / Welt Wegen Vertragsbruch in Griechenland - Millionenschwere Klage gegen Vodafone
16.12.2013