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Deutschland / Welt Conti-Vorstandsfrau steht vor dem Aus
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Conti-Vorstandsfrau steht vor dem Aus
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14:00 24.04.2014
Der Vertrag von Elke Strathmann läuft Ende des Jahres aus. Quelle: dpa
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Hannover

Hochspannung pünktlich zur Hauptversammlung: Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental ruft seine Aktionäre für Freitag (10.00 Uhr) nach Hannover und hat viel auf der Agenda. Ein beherrschender Punkt dürfte die Personalie Elke Strathmann sein. Continentals erste und bisher einzige Vorstandsfrau steht nach Medieninformationen vor dem Ende Ihrer Laufbahn in dem Dax-Konzern. Die Hannoveraner haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. Strathmanns Vertrag läuft noch bis zum Jahresende. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus Konzernkreisen ist es bei Conti ausgemachte Sache, dass man sich von Strathmann trennt.

Wie das "Manager-Magazin" vor wenigen Tagen berichtete, steht sogar schon eine Nachfolgerin in den Startlöchern: Ariane Reinhart, bisher noch Personalchefin bei der britischen Volkswagen-Nobelmarke Bentley, soll in die Top-Führungsebene aufrücken. Auch hierzu schweigen bisher alle beteiligten Seiten von Conti über Volkswagen bis hin zu Bentley.

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Strathmann fehlt der Rückhalt

Nach dpa-Informationen aus dem Management fehlte Strathmann zuletzt der Rückhalt an entscheidenden Nahtstellen des Konzerns. Sie hatte als erste Top-Managerin auch das Thema "Gender-Mixed-Leadership" zu einem ihrer Anliegen gemacht. Die gesamte Autobranche steht zunehmend vor der Herausforderung, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels noch gezielter auch weibliche Talente für sich zu gewinnen. Die Autowelt gilt jedoch nach wie vor als Männerdomäne, Frauen unter Technikern und Ingenieuren sind schon an der Uni in der Minderheit.Dabei gilt es als erwiesen, dass gemischtgeschlechtliche Teams Vorteile bieten.

Auch abseits der Vorstandsbesetzung hat Conti genug spannende Themen. Unternehmenschef Elmar Degenhart und sein Finanzvorstand Wolfgang Schäfer dürften sich beispielsweise zum Verlauf des ersten Quartals äußern. Bereits Anfang März zur Bilanzvorlage hatte Degenhart schon in Aussicht gestellt: "Wir rechnen mit einem Umsatzplus von drei bis vier Prozent im ersten Quartal." Und von Interesse sind nach wie vor auch die strategischen Weichenstellungen für die Zukunftsthemen des Konzerns, der in der sich digitalisierenden Branche bereits mit dem Netzausrüster Cisco, dem IT-Riesen IBM und dem Kartenspezialisten Nokia zusammenarbeitet. Ein Ziel ist dabei der Autopilot fürs Auto.

dpa

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