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Deutschland / Welt Der XL1 feiert Premiere in Katar
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Der XL1 feiert Premiere in Katar
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13:49 26.01.2011
Bei der Karosserie für den neuen Prototyp des Ein-Liter-Autos hat sich VW von einem Delfin inspirieren lassen. Quelle: dpa
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Sieben Jahre dauerte es, bis der Wolfsburger Autobauer auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2009 in Frankfurt eine Weiterentwicklung mit Hybridantrieb präsentierte.

Acht Jahre nach der ersten Technologiestudie unternimmt der VW-Konzern nun den dritten Anlauf in Richtung Ein-Liter-Auto. Die Weltpremiere des „XL1“ genannten Zweisitzers mit einem Durchschnittverbrauch von 0,9 Litern und einem CO²-Ausstoß von 24 Gramm pro Kilometer findet heute im fernen Emirat Katar am Persischen Golf statt, auf der „Qatar Motor Show“.

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Mit von der Partie sind auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Schließlich ist das Land Niedersachsen wichtiger Aktionär bei VW. Die beiden Politiker sind zusammen mit der Konzernspitze in das Emirat gereist, das immerhin drittgrößter Anteilseigner des Autoherstellers ist. Natürlich geht es in erster Linie um politische Gespräche der Niedersachsen mit Katar. Aber die Präsentation des Ein-Liter-Autos ist für McAllister und Bode auch ein Pflichttermin.

Diesmal will VW offenbar Ernst mit dem Bau des „effizientesten Autos der Welt“ machen. Die Wolfsburger erwägen ein Serienfertigung des umweltfreund­lichen Gefährts. Von einer „möglichen Kleinserie“ bereits ab 2013 ist die Rede.

In Fahrt bringt den XL1 ein Zweizylinder-Dieselmotor mit 0,8 Litern Hubraum und 35 kW/48 PS, dem ein Elektromotor von 20 kW/27 PS zur Seite steht. Gespeist aus einem an jeder Steckdose aufladbaren Lithium-Ionen-Akku kann der XL1 bis zu 35 Kilometer ohne Diesel fahren. Arbeiten beide Motoren zusammen, beschleunigt der Prototyp laut VW in 11,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Kilometern in der Stunde. Möglich wird dies unter anderem wegen der von einem Delfin inspirierten Karosserieform, die besonders strömungsgünstig ist. Dank des Einsatzes von Kohlefaser wiegt das Sparmobil nur 795 Kilogramm und ist damit mehr als ein Drittel leichter als ein VW Golf – und schont die Umwelt.

Carola Böse-Fischer/Thomas Geiger/dpa