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Deutschland / Welt Deutsche Firmen verpassen Boom mit Elektroauto-Batterien
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Deutsche Firmen verpassen Boom mit Elektroauto-Batterien
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17:07 06.09.2011
Düstere Prognose: Eine Studie prophezeit, dass Deutsche Firmen den Boom mit Elektroauto-Batterien verpassen werden. Quelle: dpa
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Das prognostiziert die am Dienstag veröffentlichte Marktstudie der Münchner Roland Berger Strategy Consultants. Allerdings bildet Bosch eine Ausnahme, da der Stuttgarter Konzern zusammen mit Samsung einen der erfolgversprechenden Batteriehersteller, SB LiMotive, gegründet hat. Außer Bosch werde aber kein deutsches Unternehmen an diesem Boom teilhaben. Asiatische Firmen haben demnach die Nase vorn.

Die Roland-Berger-Experten gehen davon aus, dass das Marktvolumen für Lithium-Batterien für Elektrofahrzeuge 2015 knapp 9 Milliarden Dollar beträgt. Bis 2020 könnten es im günstigsten Fall mehr als 50 Milliarden Dollar sein. Allerdings warnt die Studie auch vor Überkapazitäten. 2015 seien die Produktionskapazitäten doppelt so hoch wie die Nachfrage, erwartet Wolfgang Bernhart, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Über die Studie hatte vorab bereits die Zeitung "Die Welt" berichtet.

"Die Batteriehersteller haben ihre Expansion zum Teil großzügig geplant", urteilte Bernhart. In den nächsten Jahren sei deshalb eine Konsolidierung zu erwarten. Von den 1000 Unternehmen, die derzeit auf dem Markt für Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge aktiv seien, würden in vier Jahren lediglich fünf 80 Prozent des Marktes beherrschen. Neben AESC, einem Joint-Venture des französisch-japanischen Autokonzerns Renault-Nissan und NEC, seien dies der südkoreanische Mischkonzern LG Chem, die Japaner Panasonic/Sanyo sowie A123 und SB LiMotive.

dpa