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Deutschland / Welt Es wird eng im Luftraum
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17:28 09.12.2013
Luftige Ambitionen: Auch die Deutsche Post testet den Einsatz von Paketdrohnen. Quelle: dpa
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Bonn

Die Deutsche Post DHL hat erstmals einen Drohnen-Einsatz für die Paketzustellung getestet. Bei dem Probelauf brachte ein „DHL-Paketkopter“ am Montag ein Paket von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite. Konkrete Pläne, das unbemannte Kleinfluggerät im regulären Zustellbetrieb einzusetzen, hat die Post noch nicht. „Wir stehen erst ganz am Anfang des Forschungsprojekts“, sagte Post-Manager Ole Nordhoff.

Erst vor wenigen Tagen hatte der weltgrößte Online-Händler Amazon angekündigt, künftig Päckchen auch mit Mini-Drohnen zustellen zu wollen. Auch der US-Paketdienst UPS denkt nach eigenen Angaben über den Einsatz von solchen Transportkoptern nach.

Mini-Drohnen

Mini-Drohnen sind kleine unbemannte Luftfahrzeuge. Die UAS-Kleinhubschrauber (englische Abkürzung für: Unmanned Aerial System) haben vier oder mehr elektrogetriebene Rotoren und sind häufig mit einer Kamera ausgerüstet.

Polizei und Feuerwehr beispielsweise nutzen Ultraleicht-Fluggeräte bei der Überwachung von Großveranstaltungen oder der Waldbrand-Bekämpfung, bei Großbaustellen, der Verkehrslenkung oder beim Aufspüren von Umweltsündern. Sie können per Mausklick Strahlung messen oder die Entwicklung von Rauchwolken überprüfen und präzise Karten erstellen sowie Fabrikanlagen und Strommasten überwachen helfen. Bilder der Kamera werden zu einer Bodenstation gesendet und können dort aufgezeichnet werden.

Die von verschiedenen Herstellern angebotenen Drohnen werden immer kleiner und billiger in der Anschaffung und damit auch bei Privatleuten populär. Die Preise für Einstiegsmodelle beginnen bei rund 100 Euro und erreichen bei sehr ausgefeilten Fliegern schnell mehrere tausend Euro.

r./dpa