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Deutschland / Welt Deutsche Superreiche trotzten der Krise
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09:20 11.10.2011
Von Dirk Schmaler
Deutschlands Superreiche spüren nur wenig von der Krise: BMW-Aktionärin Susanne Klatten hat beispielsweise eine Milliarde mehr als vor einem Jahr. Quelle: dpa (Archivbild)
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Berlin/Hannover

Es beläuft sich dem „Manager Magazin“ zufolge auf insgesamt 307,35 Milliarden Euro – das entspricht in etwa dem Volumen des aktuellen Bundeshaushalts.

Geldvermehrerin des Jahres ist die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten. Die reichste Frau der Republik hat ihr Vermögen in den vergangenen zwölf Monaten um unglaubliche 1,05 Milliarden auf 8,9 Milliarden Euro ausgebaut. Das bedeutet einen durchschnittlichen Zuverdienst von 2,87 Millionen Euro pro Tag. In der Rangliste der reichsten Deutschen erreicht Klatten damit Rang fünf, hinter der Familie Otto (9,0 Milliarden Euro), Eigentümer des gleichnamigen Versandhauses. Ähnlich große finanzielle Sprünge hat auch der Geschäftsmann Dieter Schwarz gemacht, zu dessen Imperium die Einzelhandelsketten Lidl und Kaufland gehören. Er verfügt der Liste zufolge über 11,5 Milliarden Euro und gewann binnen eines Jahres immerhin eine Milliarde Euro hinzu.

Die allerreichsten Deutschen allerdings stellt immer noch die Familie Albrecht. Mit einem Vermögen von 17,2 Milliarden Euro belegt Aldi-Gründer Karl Albrecht Platz eins der am Montag veröffentlichen Rangliste, die allerdings zum Teil auf Schätzungen beruht. Auf Rang zwei folgen Berthold und Theo Albrecht junior. Die Söhne des 2010 verstorbenen Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht bringen es auf 16 Milliarden Euro.

Insgesamt ist die Zahl der Einzelpersonen oder Familien mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro von 91 im Vorjahr auf 108 gestiegen.

Als reichste Großfamilie machte das „Manager Magazin“ die Familie Brenninkmeijer aus, die mit der Textilkette C&A vermögend geworden ist. Ihre Mitglieder verfügen demnach über 22 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt die Familie Henkel (9,0 Milliarden Euro). Unter den reichsten zehn Familien finden sich auch traditionsreiche Namen wie Porsche, Siemens oder Miele.

Die Verlierer des vergangenen Jahres kommen vor allem aus der Chemiebranche und dem Einzelhandel: Die größten Einbußen musste den Listen zufolge die Familie Wacker einstecken. Das Vermögen der Mehrheitseigentümer des Wacker-Chemie-Konzerns sei aufgrund des Kursverfalls an der Börse um 450 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro geschrumpft. Hohe Verluste hat auch die Familie Schlecker zu verkraften. Die Eigentümer der gleichnamigen Drogeriekette haben nach Umstrukturierungen und Imageproblemen 350 Millionen Euro verloren. Doch es gibt Trost: 1,95 Milliarden Euro bleiben noch übrig.

Deutschland und Frankreich arbeiten an einem Plan zur Stärkung der Eigenkapitalbasis europäischer Banken, um die Turbulenzen im Zuge einer absehbaren Insolvenz Griechenlands besser bestehen zu können. Wie hoch die Risiken des Finanzsektors sind und wie groß der Kapitalbedarf ausfällt, lässt sich derzeit nur abschätzen.

Michael Grüter 11.10.2011

Die Messegesellschaften in Husum und Hamburg rangeln um das weltgrößte Treffen der Windbranche. Bisher findet die „Windenergy“ alle zwei Jahre in der Kleinstadt in Nordfriesland statt – 2014 soll die Messe nach dem Willen des Maschinenbauverbandes VDMA Power Systems an die Alster umziehen.

10.10.2011

Der drohende Fluglotsenstreik ist nach Angaben von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorerst abgewendet. Für diesen Mittwoch seien weitere Gespräche vereinbart worden. „Damit sind Streiks erst einmal vom Tisch und insofern keine Beeinträchtigungen des Flugbetriebs zu befürchten“, erklärte Ramsauer am Montagabend.

10.10.2011