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Deutschland / Welt EADS verlässt Verlustzone und macht höheren Gewinn als erwartet
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt EADS verlässt Verlustzone und macht höheren Gewinn als erwartet
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09:28 10.03.2009
EADS macht hohe Gewinne. Quelle: AFP/Roslan Rahman
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Nach einem Verlust von 446 Millionen Euro im Jahr 2007 fuhr EADS 2008 einen Gewinn in Höhe von 1,572 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Der Umsatz stieg demnach um elf Prozent auf 43,3 Milliarden Euro. „Wir haben eine ganze Reihe von Zielen erreicht“, erklärte EADS-Chef Louis Gallois. Dazu gehörten neben dem soliden Gewinn auch „entscheidende Fortschritte bei der Umstrukturierung unseres Unternehmens“.

Gallois räumte Probleme bei der Auslieferung des Militärtransportflugzeugs A400M ein. Das A400M-Programm erfordere zwar „enorme Aufmerksamkeit“, dennoch habe EADS 2008 an Stabilität gewonnen und seine Widerstandsfähigkeit in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise unter Beweis gestellt, erklärte er. EADS hatte den Jungernflug des Militärtransporters Ende September wegen Problemen mit den Motoren und deren Steuerung auf unbestimmte Zeit verschoben. Der erste A400M sollte ursprünglich im Oktober 2008 ausgeliefert werden, nach Informationen der französischen Wirtschaftszeitung „La Tribune“ kommt er nun aber nicht vor 2013. Wie sich die Verzögerung für EADS finanziell auswirkt, konnte der Konzern am Dienstag noch nicht genau beziffern.

EADS verwies darauf, dass das Unternehmen 2008 mit 483 Maschinen mehr Airbus-Flugzeuge als je zuvor ausgeliefert habe. Auch der Eurocopter habe mit 588 ausgelieferten Hubschraubern einen neuen Rekordwert erreicht. Im laufenden Jahr stehe die Luftfahrtbranche vor großen Herausforderungen, erklärte der Konzern. Dank eines „großen und breit gestreuten Auftragsbestands“ würden die Auslieferungen 2009 aber voraussichtlich auf einem hohem Niveau bleiben. Dies verschaffe EADS Handlungsspielraum, wobei der Konzern insbesondere auf Liquiditätssicherung achten werde. Für 2008 kündigte das Unternehmen eine Dividende von 0,20 Euro pro Aktie ein.

afp