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Deutschland / Welt EU-Kommission prescht bei Euro-Rettung vor
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14:19 12.01.2011
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso Quelle: dpa (Archiv)
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Die EU-Kommission prescht bei der Euro-Rettung vor. Der derzeitige Euro-Rettungsschirm müsse erweitert werden, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Mittwoch in Brüssel. „Wir glauben, dass die Ausleihkapazität verstärkt und der Aktionsradius erweitert werden müssen.“ Er gehe davon aus, dass es in den Mitgliedsstaaten eine breite Zustimmung dazu gebe und der EU-Gipfel am 4. Februar einen entsprechenden Beschluss fassen werde.

„Wir leben in Zeiten der Instabilität der Märkte. Deshalb müssen wir starke Signale geben und zeigen, dass wir alles tun, was immer notwendig ist, um die Finanzstabilität zu bewahren“, sagte Barroso. Auf die Frage nach gemeinsamen Euro-Anleihen antwortete EU- Währungskommissar Olli Rehn, es sei besser, die bestehenden Hilfen zu nutzen und auszubauen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte kurz zuvor zu einer möglichen Ausweitung des Euro-Rettungsschirms noch gesagt: „Ich will das jetzt nicht weiter kommentieren.“ Bisher sei mit Irland nur ein Land unter dem Schirm. Damit sei das Volumen noch weit davon entfernt, ausgeschöpft zu sein.

Der im Frühjahr 2010 vereinbarte Rettungsfonds hat einen Umfang von 750 Milliarden Euro. Falls noch mehrere weitere Euro- Wackelkandidaten Hilfe brauchen, könnte der Schirm zu klein sein.

dpa

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