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Deutschland / Welt Einigung im Tarifstreit erzielt
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Einigung im Tarifstreit erzielt
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08:47 01.02.2009
Die Verhandlungsführer (von links): Klaus-Dieter Hommel von der Gewerkschaft GDBA, Claus Weselsky von der Lokomotivführergewerkschaft GDL, Alexander Kirchner von Transnet und Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen Quelle: Thomas Lohnes/ddp
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Die Bahn vereinbarte mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA sowie der Lokführergewerkschaft GDL in Frankfurt/Main, die Löhne und Gehälter zum 1. Februar um 2,5 Prozent und zum 1. Januar kommenden Jahres um weitere zwei Prozent zu erhöhen. Außerdem sollen die Arbeitnehmer im Dezember 2009 eine Einmalzahlung von 500 Euro erhalten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Ein für Montag angekündigter Warnstreik ist damit abgewendet.

Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen sagte, die Bahn könne mit dem erreichten Kompromiss in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage zufrieden sein. Gleichzeitig bleibe die Kaufkraft der Beschäftigten gesichert.

Ein GDBA-Sprecher sagte, bei den Arbeitszeiten hätten die Gewerkschaften deutliche Verbesserungen erreicht. So solle es für die Arbeitnehmer unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden pro Jahr geben.

Ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet sagte ddp, angesichts der Ausgangsbedingungen hätten die Gewerkschaften ein „ordentliches Ergebnis“ erreicht, über das in der kommenden Woche die Transnet-Gremien befinden müssten.

Transnet und GDBA hatten für rund 130 000 Mitarbeiter eine Anhebung der Entgelte um zehn Prozent gefordert. Am Donnerstag hatten sie ihre Forderungen mit Warnstreiks untermauert.

GDL-Chef Claus Weselsky sagte der Nachrichtenagentur ddp, er sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden, weil es neben der Regelung für die Arbeitszeit noch eine eindeutige Erhöhung der Entgelte gegeben habe. Dank der Arbeitszeitregelungen sei den Lokführern jetzt eine Planung für das ganze Jahr möglich. Als „Highlight“ bezeichnete Weselsky die Vereinbarung zur Fortbildung der Lokführer. Die GDL habe bewiesen, dass sie auch ohne Arbeitskampfmaßnahmen zu Ergebnissen mit der Bahn kommen könne.

Die GDL hatte im Gegensatz zu den anderen beiden Gewerkschaften nur 6,5 Prozent mehr Geld gefordert und sich nicht an den Warnstreiks vom Donnerstag beteiligt.

ddp