Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Eon muss Rekordverluste hinnehmen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Eon muss Rekordverluste hinnehmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:51 11.11.2015
Eon gliedert sein gesamtes Geschäft mit großen Kraftwerken in die neue Gesellschaft Uniper aus. Quelle: dpa
Anzeige
Düsseldorf

Deutschlands größter Energiekonzern Eon muss in den ersten neun Monaten einen Rekordverlust von knapp 5,7 Milliarden Euro hinnehmen. Grund seien hohe Wertberichtigungen von 8,3 Milliarden Euro unter anderem wegen Abschreibungen auf Kraftwerke, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Gas- und Kohlekraftwerke des Konzerns verdienen wegen des abgestürzten Börsenstrompreises kaum noch Geld. Eon bestätigte aber seine Prognose eines operativen Gewinns von 7 bis 7,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr und eines nachhaltigen Konzernüberschusses von 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro für 2015.

Durch den Boom des Ökostroms werden branchenweit die konventionellen Kraftwerke vom Markt verdrängt. Die Preise an der Leipziger Strombörse EEX haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Wegen der dauerhaft geringeren Erlösaussichten mussten die konventionellen Kraftwerke in der Bilanz neu bewertet werden. Schon für 2014 hatte Eon einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro ausgewiesen. Grund waren damals vor allem Abschreibungen auf Kraftwerke im Ausland.

Eon bereitet Aufspaltung des Konzerns vor

Eon bereitet sich derzeit auf seine Aufspaltung vor. Dabei gliedert der Konzern sein gesamtes Geschäft mit großen Kraftwerken in die neue Gesellschaft Uniper aus. Das Hauptunternehmen will sich künftig auf erneuerbare Energien und den Vertrieb konzentrieren. Das Atomgeschäft verbleibt auf politischen Druck hin weiter bei Eon, soll aber in der Tochter PreussenElektra weitgehend unabhängig geführt werden. Die Konzernaufspaltung soll zum Jahreswechsel greifen. Deshalb zog Eon die üblicherweise zum Jahresende stattfindende Überprüfung der Firmenwerte vor.

dpa

Deutschland / Welt Mit Drohnen und GPS-Daten arbeiten - Die Landwirtschaft wird digital
Carola Böse-Fischer 12.11.2015