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Deutschland / Welt Pofalla wechselt Anfang 2015 zur Bahn
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Pofalla wechselt Anfang 2015 zur Bahn
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13:15 15.06.2014
Nach Aussage des Bahn-Chefs Rüdiger Grube soll der Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (im Bild) im Januar 2015 zur Deutschen Bahn wechseln. Quelle: Michael Kappeler (Archiv)
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Berlin

Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) soll zum 1. Januar 2015 zur Deutschen Bahn wechseln. Das bestätigte Bahn-Chef Rüdiger Grube am Sonnabend dem „Weser-Kurier“ am Rande der Jubiläumsfeier des Bremer Hauptbahnhofs. Pofalla soll danach als Konzernbevollmächtigter unterhalb des Vorstands Kontakte zu Politik und Wirtschaft pflegen und für internationale Geschäftsbeziehungen zuständig sein.

„Am Mittwoch werde ich mit dem Aufsichtsrat über die Personalie Pofalla sprechen, mit dem Wechsel haben wir zwölf Monate Karenzzeit abgewartet“, sagte Grube. Zuvor hatte auch die „Rheinische Post“ von der Personalie Pofalla auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch berichtet.

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Anfang des Jahres hatte der mögliche Wechsel des CDU-Politikers auf einen Vorstandsposten bei der Bahn für heftige Empörung gesorgt. Pofalla hatte Mitte Dezember überraschend seinen Rückzug aus der Bundespolitik bekanntgegeben. Vor allem der Verdacht der Interessenskollision stand im Raum. Die Opposition und Nichtregierungsorganisationen schlossen nicht aus, dass Pofalla bereits als Kanzleramtsminister die Interessen seines künftigen Arbeitgebers im Auge gehabt haben könnte.

„Es kann nicht sein, dass Großunternehmen wie Daimler oder Deutsche Bahn sich mit hohen Gehältern Insiderkontakte zur Bundesregierung einkaufen“, kritisierte damals die Organisation LobbyControl.

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ soll Pofalla spätestens 2017, wenn der Vertrag von Konzernvorstand Gerd Becht (62) ausläuft, in den Vorstand nachrücken und den von Becht verantworteten Bereich „Compliance“ sowie zusätzlich die neue Vorstandsaufgabe „Regierungskontakte“ übernehmen. Die Deutsche Bahn wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa nicht zu dem Bericht äußern.

dpa

14.06.2014
Jens Heitmann 16.06.2014