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Deutschland / Welt Französischer Stromkonzern EDF steigt bei EnBW aus
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Französischer Stromkonzern EDF steigt bei EnBW aus
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18:44 06.12.2010
Der französische Stromkonzern EDF steigt bei EnBW aus. Quelle: dpa
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Der französische Stromkonzern EDF will nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa bei der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) aussteigen. Den Aktienanteil von 45,01 Prozent will das Land Baden-Württemberg übergangsweise übernehmen und dann möglicherweise weiterverkaufen, erfuhr die dpa am Montag aus Koalitionskreisen. Das Karlsruher Unternehmen EnBW wollte sich zunächst nicht dazu äußern; ein Sprecher kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme an.

Ein Grund für den geplanten Ausstieg sei, dass die Electricité de France keine Möglichkeit sehe, die Mehrheit bei der EnBW AG zu übernehmen, hieß es in Koalitionskreisen. Der andere Großaktionär mit ebenfalls 45,01 Prozent sind der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), ein Zusammenschluss oberschwäbischer Kommunen. Sowohl die CDU- als auch die FDP-Fraktion im baden- württembergischen Landtag berieten am Montag in Sondersitzungen über den Aktienkauf.

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Das Land Baden-Württemberg will für den rund 45- prozentigen Anteil an dem Energiekonzern EnBW rund 4,67 Milliarden Euro ausgeben. Der Kaufpreis soll über eine Anleihe finanziert werden, beschloss das CDU/FDP-Kabinett nach Angaben eines Sprechers am Montag in Stuttgart. Der französische Energiekonzern EDF gibt seinen Aktienanteil an EnBW demnach ab. Der künftige Anteil des Landes soll nach dessen Willen später in Streubesitz übergehen.

dpa