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Deutschland / Welt Fristlose Kündigung für HSH-Chef Nonnenmacher?
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Fristlose Kündigung für HSH-Chef Nonnenmacher?
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19:31 14.11.2010
HSH-Vorstandschef Jens Dirk Nonnenmacher steht vor dem Rauswurf. Quelle: dpa
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Derzeit würden alle Optionen untersucht, die „Art der Trennung von Nonnenmacher ist noch offen“.

Falls Nonnenmacher Anspruch auf eine Erfüllung seines Vertrages hätte und mehrere Millionen Euro ausgezahlt werden müssten, dann soll dies dem Vernehmen nach nur unter Vorbehalt geschehen. In den Vertrag soll dann Aufsichtsratskreisen zufolge eine Rückerstattungsklausel für den Fall aufgenommen werden, dass Nonnenmacher später wegen Straftaten verurteilt werde. Gegen den noch amtierenden Vorstandschef, der seine Unschuld beteuert, wird wegen mehrerer Vorwürfe ermittelt.

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Die Landesregierungen der Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein hatten HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper am vergangenen Dienstag aufgefordert, die notwendigen Schritte für eine Trennung von Nonnenmacher einzuleiten. Bereits bei der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember soll ein Nachfolger für ihn bestellt werden.

Zuvor war aufgrund eines Briefes von Kopper an alle Mitglieder des Kontrollgremiums der Eindruck entstanden, eine Art „goldener Handschlag“ für Nonnenmacher sei bereits beschlossen. Kopper hatte geschrieben, er sei von den Regierungschef in Hamburg und Schleswig-Holstein gebeten worden, eine „einvernehmliche Trennung“ mit dem Vorstandschef einzuleiten. Gesucht werde nun eine „für beide Seiten akzeptable und faire Lösung“.

Dieser Darstellung wurde sowohl in Regierungs- wie auch Aufsichtsratskreisen widersprochen. Es stehe noch nichts fest. So seien beispielsweise auch die Prüfergebnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) abzuwarten, hieß es aus dem Aufsichtsrat. Die BaFin untersucht seit August, ob die HSH unter Nonnenmacher „ordnungsgemäß“ organisiert war, oder ob Missstände vorlagen, die womöglich zu Straftaten führten.

Noch im November sollen den Angaben zufolge erste, vorläufige Prüfergebnisse vorliegen. Falls gravierende Dinge auf den Tisch kämen, müsse der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung zusammenkommen, wird im Kontrollgremium gefordert. Am heutigen Montag soll BaFin-Chef Jochen Sanio vor dem Kieler Untersuchungsausschuss zur HSH-Misere aussagen.

Die FDP, die in Schleswig-Holstein zusammen mit der CDU die Regierung stellt, dringt auf einen Rauswurf Nonnenmachers ohne Abfindung in Millionenhöhe. „Mir würde das, was bislang über Herrn Nonnenmacher vorliegt, für eine fristlose Verdachtskündigung ausreichen“, sagte gestern Wolfgang Kubicki, Fraktionschef der FDP im Kieler Landtag.

dapd

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