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Deutschland / Welt Früherem BayernLB-Vorstand Gribkowsky ist viel Geld zugeflossen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Früherem BayernLB-Vorstand Gribkowsky ist viel Geld zugeflossen
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21:03 03.01.2011
Gerhard Gribkowsky Quelle: dpa
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Demnach soll der frühere Risiko-Vorstand der Landesbank, Gerhard Gribkowsky, in seiner Amtszeit 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) aus Mauritius und der Karibik erhalten und in einer österreichischen Privatstiftung angelegt haben. „Wir schauen, woher das Vermögen kommt und ob im Zusammenhang damit Straftaten geschehen sind“, sagte die Sprecherin.

Das bayerische Finanzministerium verlangte von der Landesbank umgehend eigene Ermittlungen, um die Herkunft des Vermögens zu ergründen. Die Informationen der Zeitung seien im Ministerium bisher nicht bekannt gewesen, hieß es in einer Stellungnahme des Hauses. Die Bank solle vor allem untersuchen, ob sich daraus weitere Schadensersatzansprüche gegen Gribkowsky ergeben könnten, hieß es weiter. Die BayernLB erklärte, sie werde den Vorwürfen nachgehen.

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Offenbar untersuchen die Ermittler, ob das Geld aus Geschäften stammt, die mit der Formel 1 zu tun haben. Gribkowsky war von 2002 bis 2008 als Vorstandsmitglied für die Risikosteuerung und Vermeidung von Kreditausfällen zuständig. Im Jahr 2007 habe Gribkowsky ohne Wissen der BayernLB in Salzburg die „Sonnenschein Privatstiftung“ gegründet und in einer Tochterfirma der Stiftung das Vermögen angelegt, das ihm zuvor aus Mauritius im Indischen Ozean und den Jungfraueninseln zugeflossen sei, hieß es in dem Bericht. Von den 50 Millionen Dollar seien nach Steuern in Österreich knapp 25 Millionen Euro übrig geblieben.

Gribkowsky selbst hatte sich in der vergangenen Woche an die Staatsanwaltschaft gewandt und diese über die Stiftung informiert, wie die Behörde bestätigte. Der Zeitung sagte der frühere Vorstand dem Bericht zufolge zunächst, es handele sich um Familienvermögen. Anschließend habe er dazu keine weiteren Auskünfte mehr gegeben. Die Staatsanwaltschaft prüfe vor allem, ob die 50 Millionen Dollar aus der Formel 1 kommen könnten, mit der Gribkowsky bei der BayernLB auf Vorstandsebene jahrelang befasst war, hieß es.

Hintergrund ist die Pleite des einstigen Medienmoguls Leo Kirch, dem die BayernLB 2 Milliarden Euro geliehen hatte. Die Landesbank hatte das Kirch-Engagement bei der Formel 1 übernommen, um durch einen späteren Verkauf wieder zu ihrem Geld zu kommen. Die Staatsanwaltschaft München wollte sich gestern zu näheren Details der Untersuchung nicht äußern. Gribkowsky steht auch wegen des umstrittenen Kaufs der österreichischen Bank HGAA im Visier der Strafverfolger.

dpa