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Für das neue Werk: VW gründet Tochterfirma in der Türkei

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19:21 28.10.2019
VW expandiert in der Türkei. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Wolfsburg/Manisa

Der Bau eines neuen VW-Werks in der Türkei rückt näher. Als einen weiteren Schritt dahin hat der Autohersteller nun in der westtürkischen Provinz Manisa eine Tochtergesellschaft gegründet. Die Firma sei dort im Handelsregister eingetragen und mit einem Kapital von umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar ausgestattet worden, berichtete ein Konzernsprecher am Mittwoch. Ein Mitarbeiter des türkischen Handelsregisters bestätigte den Neueintrag unter der Nummer 18717.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Verweis auf den Eintrag, dass die Firma offiziell "Volkswagen Turkey Otomotiv Sanayi ve Ticaret AS" heißen werde - übersetzt "Volkswagen Turkey Automobilindustrie- und Handels-AG". Demnach sei ein Vermögen von 943,5 Millionen Türkischen Lira eingetragen. Die neue Firma werde am Cumhuriyet-Boulevard in der Provinzhauptstadt Manisa ansässig sein.

Mit Blick auf eine mögliche Fabrik in der Nähe von Izmir heißt es bei Volkswagen seit Wochen, dass man in "finalen" Gesprächen zu letzten Vertragsdetails sei. Die dort geplanten Modelle wären der neue Passat, der bisher im Werk Emden gefertigt wurde, und der Skoda Superb. Aus Unternehmenskreisen hieß es, einen genauen Termin für den erwarteten Vertragsschluss gebe es noch nicht.

Kritik vom EU-Parlament

Zuletzt sorgten allerdings Vorwürfe des Europa-Parlaments für Unruhe. Gegenüber der Hamburger Morgenpost äußerten Abgeordnete der konservativen EVP, der Grünen und der Liberalen den Verdacht, die Türkei habe VW hohe Staatsbeihilfen für das Werk zugesagt - was gegen Verpflichtungen im Rahmen der Zollunion verstoßen haben könnte.

Die Parlamentarier schlagen nun eine Untersuchung im gemeinsamen Assoziationsrat der EU und der Türkei vor. Die niedersächsische Grünen-Abgeordnete Viola von Cramon-Taubadel, die zu den Unterzeichnern gehört, appellierte dem Medienbericht zufolge an den VW-Aufsichtsrat, das Projekt zu stoppen.

Die Entscheidung für den Standort war heftig umstritten, auch, weil sich mehrere EU-Länder um eine Ansiedlung der Fabrik bemüht hatten.

Lesen Sie auch: Nach dem Dieselskandal: Das sind die wichtigsten juristischen Baustellen von VW

RND/dpa

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