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Deutschland / Welt Gesamtbetriebsrat rechnet mit europäischer Lösung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Gesamtbetriebsrat rechnet mit europäischer Lösung
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14:20 23.02.2009
Quelle: ddp/Jens-Ulrich Koch
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„Wenn wir eine Lösung finden, dann nur eine europäische Lösung“, fügte er hinzu. Derzeit trage Opel Deutschland das Risiko für alle Geschäfte des Mutterhauses General Motors in Europa. Künftig müsse “überall da, wo Opel draufsteht, auch das Unternehmen drin sein“. Dazu gebe es einen engen Kontakt nicht nur zur Bundesregierung und den Bundesländern, sondern auch zu einer ganzen Reihe europäischer Regierungen.

Der Plan des Opel-Managements „für ein europäisches Geschäftsmodell“ werde am Freitag „auf den Tisch des Hauses“ kommen, sagte Franz mit Blick auf die dann stattfindende Aufsichtsratssitzung. Zu einer Loslösung des deutschen Autobauers von General Motors sagte er: „Wir sind auf dem Weg dazu.“ Allerdings sei dies nicht einfach und eine „Operation von größerer Tragweite“.

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Mit Blick auf mögliche Geldgeber und die derzeitige Wirtschaftskrise sprach sich Franz für „temporäre Einlagen“ von Bundesländern sowie der Bundesregierung und anderer Regierungen in Europa aus. „GM sollte Minderheitenbeteiligungen haben“, fügte Franz hinzu. Der Plan zur Rettung von Opel wird laut Franz auch die Kapazitätsauslastung an den einzelnen Standorten in den nächsten fünf bis sechs Jahren berücksichtigen. Auf dieser Grundlage werde dann entschieden, wo Arbeitsplätze abgebaut werden müssten.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nannte das Konzept des Unternehmens für eventuelle staatliche Hilfen mitentscheidend. „Es ist ein Schritt, der muss vorgeschaltet werden, bevor der Staat überhaupt eine Grundentscheidung treffen kann“, mahnte er im ZDF-Morgenmagazin. Als weitere Kriterien nannte er, dass das Unternehmen vor der Wirtschaftskrise „gesund“ gewesen sein müsse und dass es „keine Arbeitsplatzrettung zu Lasten anderer Arbeitsplätze“ gebe.

afp