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Deutschland / Welt HSH Nordbank rutscht in ersten neun Monaten tiefer in Verlustzone
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt HSH Nordbank rutscht in ersten neun Monaten tiefer in Verlustzone
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14:57 19.11.2009
Der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank AG: Dirk Jens Nonnenmacher Quelle: ddp (Archiv)
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Die angeschlagene HSH Nordbank ist nach den ersten neun Monaten dieses Jahres unterm Strich noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Wie die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein am Donnerstag mittielte, fiel nach einem Minus von 466 Millonen Euro im Vorjahreszeitraum nun ein Konzernverlust von 821 Millionen Euro an. Angesichts der deutlich reduzierten Bilanzsumme sowie einer Konjunkturentwicklung, die im Jahresverlauf schlechter war als prognostiziert, sieht sich die Bank allerdings im Plan.

In dem Fehlbetrag enthalten sind Zahlungen an die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Höhe von 203 Millionen Euro für die Bereitstellung von Garantien. Die Zahlungen an den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hätten 83 Millionen Euro betragen, die Restrukturierungsaufwendungen seien mit 79 Millionen Euro zu Buche geschlagen.

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Hauptursache für die negative Entwicklung war laut HSH die auf 1,84 Milliarden Euro gestiegene Kreditrisikovorsorge (Vorjahreszeitraum: 509 Millionen Euro). Diese Belastung konnte auch nicht durch das von minus 507 Millionen Euro auf einen Gewinn von 533 Millionen Euro zurückgekehrte Handelsergebnis aufgefangen werden. Eine positive Tendenz konnte die Bank derweil von der Kapitalseite her berichten. Im Zuge der Rekapitalisierung - Schleswig-Holstein und Hamburg zeichneten eine Kapitalerhöhung von 3 Milliarden Euro - stieg die viel beachtete Kernkapitalquote von 7,5 Prozent zu Jahresbeginn auf 10,2 Prozent. Fortschritte meldete die HSH Nordbank auch bei der von der EU Kommission verordneten Schrumpfkur. Die Bilanzsumme verringerte sich seit Jahresbeginn um mehr als 20 Milliarden Euro und betrug per Ende September rund 186 Milliarden Euro.

Man habe wichtige Fortschritte auf dem Weg zu nachhaltiger Stabilität und einer zukunftsfähigen Struktur erzielt, hieß es. Der Umbau der Bank werde in den kommenden Monaten konsequent fortgesetzt. Anfang Dezember erfolge die Bündelung der für den weiteren Abbau vorgesehenen Portfolien in der neuen Restructuring Unit, die dann als eigenes Segment mit eigenem Vorstandsdezernat in der Bank geführt wird. hsh-nordbank.de

ddp