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Deutschland / Welt Hacker verkaufen gestohlene Verschmutzungsrechte weiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Hacker verkaufen gestohlene Verschmutzungsrechte weiter
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12:24 03.02.2010
Ein groß angelegter Datendiebstahl hat nach einem Medien-Bericht die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt. Quelle: dpa
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Hacker haben einem Zeitungsbericht zufolge die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt, indem sie Zugangsdaten erbeuteten und so Verschmutzungsrechte stahlen und weiterverkauften. „Der Angriff war hochprofessionell“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) der „Financial Times Deutschland“ vom Mittwoch. Das Bundeskriminalamt ist demnach eingeschaltet.

Den Rechtehandel über Händler oder die Energiebörse EEX hat der Hackerangriff zwar nicht beeinträchtigt. Die dabei notwendigen Eintragungen in amtliche Datenbanken sind derzeit aber dem Bericht zufolge aber nicht möglich. Die Emissionshandelsstelle habe am Freitag den Betrieb eingestellt. „Dabei bleibt es mindestens für den Rest dieser Woche“, sagte eine Sprecherin der „FTD“. Am Dienstag waren demnach auch Schwesterbehörden in Belgien, Dänemark, Spanien, Ungarn, Italien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien geschlossen. Die laufenden Transaktionen sollen später in die Register nachgetragen werden.

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Die Betrüger täuschten in einer E-Mail an mehrere europäische sowie einige japanische und neuseeländische Unternehmen eine Mitteilung der DEHSt vor. Darin hieß es, zur Abwehr drohender Hackerangriffe müssten sich die Empfänger neu registrieren. Dadurch erlangten die Täter demnach die Zugangsdaten und übertrugen anschließend Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien. Von dort wurden sie rasch weiterverkauft. Die neuen Besitzer gehen wahrscheinlich davon aus, dass sie die Rechte legal erworben haben.

Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Wenn sich die Täter nicht ermitteln lassen, bleiben die Betroffenen laut „FTD“ auf den Schäden sitzen. Allein ein mittelständischer Industriebetrieb habe Rechte im Wert von 1,5 Millionen Euro verloren. Betroffen sind neben Industrieunternehmen auch Stromversorger und Händler.

afp